apparatus

Magical. Acts. Matter.

Wir glauben wie Alejandro Jodorwsky an die Dinge, an Tinte aus Urin, Spucke und einem Gramm Exkrement, an Spiegel und an einen aus Rosenblüten geformten Phallus. Wir glauben, dass die Black Box ein Behälter ohne Maß ist. Wir glauben an springendes Licht, an Mauern und seidene Vorhänge aus Musik und an Performer_innen, die einen Schattenwurf mit Schrubber und Lauge reinigen. Das Wort allein verspricht keine Heilung, aber die Handlung und die in den Hals gesteckte Kröte auf der Bühne quakt: magical acts matter.


apparatus versammelt ein Kollektiv von Künstler_innen aus Tanz, Performance, Musiktheater, Musik und bildender Kunst für ein magisches Ritual. Gemeinsam etablieren sie in Magical. Acts. Matter. eine andere Wirklichkeit, betreten einen Raum des Abseitigen und Unmöglichen und setzen gegen den Terror der Immanenz die Magie des Theaters und die Kraft von Materie und Ritual. Theater als Ort der Erfahrung und des Augenblicks, an dem das Unmögliche möglich werden kann, eine Wunderkammer, in der Handlungen und Materie der Repräsentation widerstehen, ist der Ausgangspunkt von Magical. Acts. Matter. 

 

Komposition, Choreografie und Performance sind Motor dieses Apparats. Sie treiben die gegenseitige Bezugnahme des Regisseurs Ariel Efraim Ashbel, des Performers und Raumbildners Thorsten Eibeler, Florian Feigl (ebenfalls Performer), Colin Hacklander und Farahnaz Hatam (Musiker_innen), der Tänzerin und Choreographin Ligia Lewis, Kareth Schaffer (ebenfalls Tanz und Choreografie), Stefanie Wenner (Dramaturgie) und Melanie Jame Wolf (Performance- und Videokünstlerin) in an. Magical. Acts. Matter. verlässt die Realpolitik des Theaters und feiert gemeinsam mit dem Publikum die Gegenwart der Akteur_innen und Agent_innen, die Theater wirklich und eine andere Wirklichkeit spürbar werden lassen.



APPARATUS wurde 2015 von Stefanie Wenner und Thorsten Eibeler gegründet, um Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst umzusetzen. Für ihre Arbeiten werden temporär Kollektive von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren gebildet, die sich gemeinsam um ein Ziel – die bessere Darstellung der Wirklichkeit – bemühen.

Stefanie Wenner ist Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft an der HfBK Dresden und war lange u.a. als Kuratorin am HAU Hebbel am Ufer und beim Impulse Theater Festival tätig.

Thorsten Eibeler studierte deutsche Literatur, Philosophie und Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und Mitbegründer des Theaterkollektivs Showcase Beat Le Mot.

In den Sophiensælen wurden bereits die apparatus-Arbeiten Really Useful Theater (2015) und Magical. Acts. Matter. (2016) gezeigt.

 

apparatus-berlin.de 



KONZEPT, KÜNSTLERISCHE LEITUNG, RAUM apparatus VON UND MIT Ariel Efraim Ashbel, Thorsten Eibeler, Florian Feigl, Hacklander/Hatam, Ligia Lewis, Kareth Schaffer, Stefanie Wenner, Melanie Jame Wolf KOSTÜME, AUSSTATTUNGSASSISTENZ Anna Brotankova TECHNISCHE LEITUNG, LICHT Bruno Pocheron ASSISTENZ Joseph Wegmann HOSPITANZ Elisabeth Hampe PRESSE, PRODUKTION björn & björn

 

Eine Produktion von der apparatus GbR in Koproduktion mit FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten sowie vom Fonds Darstellende Künste e.V. Medienpartner: taz. die tageszeitung.

 

Foto © Melanie Jame Wolf, Christopher Hewitt



  

Performance


Aufführungen

2016
oktober
27 28 29 30 
20:00 UHR


ORT
Festsaal




Suitable for Non-German Speakers















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