Foyerismus

Privates und Öffentliches finden sich selten in einem so ambivalenten Verhältnis, wie in einem Theaterfoyer. Dieser Ort des Übergangs ? vom Alltag in den imaginären Schauraum ? ist als Treffpunkt beinahe wichtiger als die Bühne selbst. Hier geht es um Sehen und Gesehen werden, um Kontakte, Gespräche, Austausch, Input, Hintergrundwissen, Einblicke und Überblicke, aber auch um Klatsch, Gerüchte, Möglichkeiten und ungelegte Eier. Das Theater beginnt hier.
Wir lieben den Voyeurismus und suchen nach Spotlights der Möglichkeiten im Unmöglichen. Dazu laden die Sophiensaele regelmäßig einen Gast ein, der den Abend übernimmt: Texte, Musik, Filme oder künstlerische Prozesse werden vorgestellt und öffentlich diskutiert ? von Inspirationsquellen und Prozessen der künstlerischen Arbeit bis hin zu Kultur- und Tagespolitik.

Am 9. März übernimmt die ?Gesellschaft zur künstlerischen Erkundung und Verwirklichung des bedingungslosen Grundeinkommens? unter Leitung von Adrienne Goehler die Gastgeberinnenrolle, geladen sind Till Müller-Klug, Bernadette La Hengst und Christin Lahr.

Am 30. März lädt Nicholas Bussmann in den Salon des Haushalts der Gefühle, unterstützt durch die Kochkünste von Manuel Czech. Mit Hannah Hurtzig, Michael Fieling, Erik Göngrich und anderen.
Berlin-Premiere des Films ?Etüde in bürgerlichen Gefühlen? (2009) von Nicholas Bussmann

Am 7. April zeigen Stefan Pente und William Wheeler ?Ich und das Gesicht des Indianers?; ein Performance-Video-Lecture-Arbeitsgespräch über die Herstellung des eigenen sowie des ganz allgemeinen Indianers.

Aufführungen

2010
april
07 
20:00 UHR


ORT
Foyer
















sophiensaele sophiensaele