Daniel Kötter + Hannes Seidl

Falsche Freizeit

Elektronische Arbeitsplätze für den Ruhestand


Sie löten, sägen, filmen, messen ? sie machen das, was sie schon immer getan haben oder was sie schon immer tun wollten. Nebeneinander erarbeiten sich die Rentner ihre Bühne, jeder für sich. Die ehemalige Arbeit ist die neue Freizeit ist die neue Arbeit:
Der Ruhestand ist laut. Ein elektronisches Konzert mit Bildern.

Hatten Daniel Kötter und Hannes Seidl in ihrem Musiktheater-Stück ?Falsche Arbeit? vor zwei Jahren in Stuttgart (Musik der Jahrhunderte) Probehandlungen für ein mögliches zukünftiges Erwerbsleben zu visuell-musikalischem Material umgewidmet, so steht diesmal ? sozusagen fünfzig Jahre später ? das bereits erworbene Expertentum im Zentrum: Tätigkeiten, die nach wie vor beherrscht und erinnert werden können, aber in keinem funktionalen Erwerbszusammenhang mehr stehen und somit prädestiniert sind für die Bühne, von ihrem ursprünglichen Kontext losgelöst und als Material des audiovisuell zu komponierenden Musiktheaters.

Juni 19*) 22.30Uhr Publikumsgespräch mit Waffeln



Seit 2008 arbeiten DANIEL KÖTTER und HANNES SEIDL zusammen an unterschiedlichen künstlerischen Formaten wie Experimentalfilm, Installationen, Performances oder Ausstellungen. Den Schwerpunkt bilden jedoch abendfüllende, musiktheatrale Arbeiten, darunter Falsche Arbeit (2008), Falsche Freizeit (2010), Freizeitspektakel (2010) sowie die Trilogie Ökonomien des Handelns KREDIT, RECHT, LIEBE (2013-16), die auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurden. 2017 waren sie in den Sophiensælen mit ihrer Arbeit Ingolf (2017) vertreten, welche die Kunstgattungen Dokumentarfilm, Installation und Performance kombinierte, und im Herbst desselben Jahres wurde ihre Performance Stadt (Land Fluss) (2017) uraufgeführt.

 

danielkoetter.de

hannesseidl.de



Mit: Ingolf Haedicke, Enrique Gonzalez-Rubiera, Heinrich Meusel, Manfred Mühling
Komposition, Video, Regie, Raum: Daniel Kötter / Hannes Seidl

Mitarbeit Ausstattung: Ana Ticak
Dramaturgie/Regieassistenz: Juliane Beck
Produktionsleitung: Marc Pohl
Technik: Maximilian Marcoll

Eine Produktion von Daniel Kötter / Hannes Seidl und Sophiensaele. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung des Studios für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste.

Foto © Kötter / Seidl



Aufführungen

juni 2010
17 18 19 22 23 24 
19:30 UHR


ORT
Festsaal
















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