Turbo Pascal

Böse Häuser

Man meint, wenn das Denken über den gewöhnlichen Kreis der Vorstellungen hinausgehe, so gehe es zu bösen Häusern. (Hegel)

 

Die Frage ist immer, und gerade jetzt: Wie gehen wir mit denen um, die es anders sehen? Was sind Gedankengänge oder -gebäude, bei denen wir noch mitgehen oder auf die wir eingehen können?  Welchen Denk- oder Sprechweisen erteilen wir eine klare Absage oder gehen in den Widerstand? Und welches Denken sind wir gewöhnt, als böse zu labeln?

 

Denke in der kommenden Stunde durch und durch egoistisch. Oder konservativ. Denke auch intensiv über deine Vergänglichkeit nach. Glaube an deine Überlegenheit gegenüber anderen, auch gegenüber Tieren. Versuche, in den anderen um dich herum Ungläubige zu sehen. Versuche den Satz, Merkel solle sich erstmal um die Menschen im eigenen Land kümmern, zu verstehen, ohne Verständnis zu haben. Lehne dich dabei auf deinem Stuhl weit nach vorne. Sage dir immer wieder: Alles ist eine Frage der Perspektive.

 

In Böse Häuser veranstaltet Turbo Pascal Gedankenexperimente mit sich selbst und dem Publikum: Es sind Experimente im Um- und Andersdenken, im Überprüfen und Einstürzen eigener Gedankengebäude, im Verstärken oder Umdrehen von Glaubenssätzen, im Betreten und Verlassen anderer - möglicherweise böser - Vorstellungswelten.

 

In einer Zeit, in der sich Denkräume im Netz und in der Nachbarschaft scheinbar stärker voneinander abgrenzen und verfestigen, betreibt Turbo Pascal ideologische Denkübungen und Gedankengymnastik: Wie beweglich wollen wir sein?

 

 

Tischgesselschaft

DEZEMBER 01 | IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG



TURBO PASCAL ist ein Theaterkollektiv bestehend aus Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke, Angela Löer und wechselnden Gästen, die als Autor*innen und Performer*innen gemeinsam Projekte entwickeln. Die Gruppe gründete sich 2004 während des Studiums der Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim und ist seit 2008 in Berlin aktiv. 2012-2014 arbeiten Turbo Pascal in einer Doppelpass-Partnerschaft gefördert durch die Bundeskulturstiftung mit dem Theater Freiburg. An den Sophiensælen entstanden bisher: Ich bin nicht wirklich die Gefahr, Schlender Studies (2010), Innen drin (2011), Roboterträume (2012), das Schlaf- und Müdigkeitslabor 8 Stunden mindestens (2013), ThAEtermaschine (initiiert von Interrobang, 2013), Algorithmen (2015) und Selbstbeschwichtigung (2016).


turbopascal.info



KONZEPT Turbo Pascal MIT Bettina Grahs, Friedrich Greiling, Angela Löer, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke Bühne und Kostüme Janina Janke MUSIK Friedrich Greiling AUSSTATTUNG Janina Janke Lichtdesign Walter Freitag Assistenz Lena Mallmann

Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit Theater Rampe Stuttgart und SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Fond Darstellende Künste e.V. Medienpartner: taz. die tageszeitung

 

Foto © Janina Janke

 



   

Performance


Aufführungen

november
28 29 30 
20:00 UHR

30 
11:00 UHR

dezember
01 02 
20:00 UHR

03 
18:00 UHR


ORT
Kantine


TICKETS
13/8 EURO



Auf Deutsch - in German















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