Lea Moro

The End of the Alphabet

Ein Solo-Musical auf Rollschuhen

I can’t go back to where I used to be. A wondrous place. Every turn a surprise.
Walt Disney, Aladdin

 

Lea Moro performt die große Geste des Musicals in schlichter Abstraktion. Sie begibt sich auf einen extravaganten Alleingang und lässt das Publikum an der Verwundbarkeit, die darin mitschwingt, teilhaben. Auf Rollschuhen bewegt sie sich durch die glanzvolle Leere des Bühnenraums. Sie entwickelt dabei eine ebenso kraftvolle wie brüchige Gesangs- und Bewegungssprache.

 

Gängige Inszenierungsmittel des Musical-Genres wie Emotionalität, Bühneneffekte, virtuose Showeinlagen und mitreißende Musik wurden in eine Solo-Inszenierung übertragen. Wie bereits in ihren vorherigen Stücken Le Sacre du Printemps, a ballet for a single body sowie (b)reaching stillness greift sie ein klassisches Musikwerk auf: In Songkapitel strukturiert, begleitet Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten diese prekäre Kür.

 

Ohne es konkret zu benennen, verhandelt The End of the Alphabet Momente, in denen vertraute Zustände zu Ende gehen. Diese Situationen und die damit verknüpften Eindrücke bilden den Stoff für Moros Musical. Klare Narration, eindeutig lesbare Stimmungen und ein beruhigendes Happy End bleiben aus. The End of the Alphabet bietet einen düster-humorvollen Raum für ambivalente Assoziationen, undeutliche Empfindungen und melodramatische Szenarien.

 

 

Tischgesselschaft 

JUNI 10 |  IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG

Publikumsgespräch mit Lea Moro, Eike Wittrock (Tanzwissenschaftler, Kurator) und Alexandra Georgieva (Ballettleitung Friedrichstadtpalast) 

 

JUNI 11 | 19 UHR

Voice Warm-Up



LEA MORO studierte an der Scuola Teatro Dimitri (CH), dem Laban Centre in London und dem HZT Berlin. Ihre Solo-Performance Le Sacre du Printemps, a ballet for a single body (2013/14) wurde unter anderem am HAU Hebbel am Ufer, während der Tanztage Berlin 2015 und des Festivals Zürich Tanzt sowie in der Dampfzentrale Bern gezeigt. 2015/16 ist sie Residenzchoreografin bei K3 Tanzplan Hamburg. 2015 erhielt sie das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin, 2014 das DanceWEB Stipendium und wurde durch das PAP-Mentoring Programm Berlin unterstützt. Sie ist Mitgründerin des Ackerfestivals Berlin und Residenzkuratorin von Schloss Bröllin. Ihr Gruppenstück (b)reaching stillness (2015) feierte in den Sophiensælen Premiere und wurde zur Tanzplattform Deutschland 2016 eingeladen. In der Jahresausgabe 2015 der tanz gilt sie als Hoffnungsträgerin. Zuletzt performte Lea Moro in Isabelle Schads Solo für Lea (2016) in den Sophiensælen.

 

leamoro.com



CHOREOGRAFIE, TANZ Lea Moro DRAMATURGIE Linda Sepp, Maja Zimmermann MUSICAL-SONGS Jana Sotzko LICHTDESIGN Annegret Schalke BÜHNE, KOSTÜM Cristina Nyffeler PRODUKTIONSDRAMATURGIE Marie Schmieder GRAFIKDESIGN Vincenzo Fagnani DRAMATURGISCHE BEGLEITUNG Igor Dobricic


Eine Produktion von Lea Moro in Koproduktion mit K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Tanzhaus Zürich und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, sowie von Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich – Fachstelle Kultur, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung und Hamburgische Kulturstiftung. Unterstützt von der Ernst Göhner Stiftung. Mit Dank an die Georges & Jenny Bloch Stiftung, Tanzfabrik Berlin, Wiesenburg e.V. und Aula / Milchhof Berlin e.V.. Medienpartner: Missy Magazine, Jungle World

 

Fotos © Andres Bucci, Dieter Hartwig



         

 

     

 

 

Aufführungen

2016
juni
09 10 11 12 
20:00 UHR


ORT
Festsaal















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