KÜNSTLER_INNEN + GRUPPEN

Aktuell

Margrét Sara Guðjónsdóttir

MARGRÉT SARA GUÐJÓNSDÓTTIR wurde in Reykjavík/Island geboren. Sie studierte Tanz in den Niederlanden und lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2010 zeigt sie im internationalen Rahmen ihre eigenen Arbeiten. 2015 war Margrét Sara Artist in Residence an der Cullberg Ballet Dance Company in Schweden. Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Gisele Viènne, Dennis Cooper, Erna Ómarsdóttir, Jared Gradinger, Esther Salamon, Jan Fabre, Nir De Volff/Total Brutal und Angela Schubot.

In den Sophiensælen zeigte sie zuletzt Blind Spotting (2014), In the Blind Spot (2016) und Spotted (2016).

 

msgudjonsdottir.com  

Markus&Markus

MARKUS&MARKUS ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim. Seit 2011 stehen sie für eine ureigene Form politischen Theaters, pennälerhafte Penetranz und radikale Perfektionslosigkeit. Ihre Aufführungen, in denen die Grenze zwischen Inszenierung und Realität völlig aufgelöst wurde, lösten öffentliche Debatten aus. Die Arbeiten zeichnen sich aus durch eine intensive Investigation, deren Ergebnis eingefangen auf der Videoebene einen elementaren Baustein der Inszenierungen bildet. Es interessiert das Kollektiv jedoch nicht, eine Realität abzubilden, stattdessen ist der Theaterkontext für den Zugriff auf die Realität entscheidend – Fakt und Fiktion liegen dichter zusammen als bei X-Factor: Das Unfassbare von Jonathan Frakes. An den Sophiensælen waren bisher zu sehen: Polis3000: Oratio (2012), Ibsen: Gespenster (2015), Ibsen: Peer Gynt (2015). Im April 2017 zeigten sie erstmals zusammenhängend die gesamte Ibsen-Trilogie.

Martin Hansen

MARTIN HANSEN choreografiert Sprache, Objekte und Körper und setzt sich mit der Ökonomie von Zeit in Choreografie und Theater auseinander. 2014 schloss er sein Studium am HZT Berlin ab. Sein Stück A Queer Kind of Evidence (2014) feierte 2014 bei den Tanztagen Berlin Premiere. Martins Solo-Arbeit Monumental (2014) wurde sowohl bei der Tanznacht 2014, als auch im PACT Zollverein und in der Semper Oper Dresden aufgeführt. 2012 wurde er von der Zeitschrift tanz zum Tänzer des Jahres gekürt, 2013 war er danceWEB-Stipendiat. Für die Stiftung des Kier Choreographic Award in Melbourne und Sydney präsentierte er 2016 seine Arbeit If It's All In My Veins. In den Sophiensælen zeigte Martin Hansen zuletzt Bastards (2016).

Martin Nachbar

MARTIN NACHBAR ist Choreograf, Performer, Forscher und Kurator. Seine bisher mehr als 20 Stücke, darunter Repeater - Tanzstück mit Vater (2014), Urheben Aufheben (2008), Animal Dances (2013) und Unfinishing (2015) touren zum Teil international bis nach Japan, Australien und Kanada. Das Goethe-Institut führt ihn in seiner Liste 50 wichtiger Choreografen. Über seine choreografische Arbeit hinaus geht Martin Nachbar immer wieder auch Einladungen als Performer, Pädagoge, Autor und Juror nach. Neben vielen anderen Projekten beschäftigt er sich seit 2012 mit dem Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Umwelten, insbesondere mit dem Phänomen und der Erfindung von Tiertänzen. Zuletzte premierte er in den Sophiensælen gemeinsam mit Jeroen Peeters mit dem Stück Der Choreoturg (2016) und This Thing I am (2016).


martinnachbar.de  

matthaei & konsorten

Unter dem Label MATTHAEI & KONSORTEN arbeitet der Regisseur Jörg Lukas Matthaei mit Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Seit 2000 sind so mehr als 40 Arbeiten vielfältiger Ausrichtungen entstanden: Von Inszenierungen für die Bühne über Installationen und Diskursproduktionen bis hin zur Entwicklung neuer Formate für urbane Landschaften, die seit einigen Jahren einen Schwerpunkt der Arbeit ausmachen. Inszenierungen von matthaei & konsorten begegnet man an allen Orten, die auch im Leben ihrer Akteur*innen oder Besucher*innen vorkommen. Jüngere Arbeiten: Diesseits vom Kulissenpark (Kunstfest Weimar), Im Apparat der Kriege (2014 Sophiensaele + Radiofassung für den rbb u.a.) und The town behind the woods (2015). Seit 2015 präsentieren sie regelmäßig den Idiotensalon (2015) in den Sophiensælen.

 

matthaei-und-konsorten.de

Melanie Jame Wolf

Die Australierin Melanie Jame Wolf erarbeitet unter dem Namen Savage Amusement Performances in verschiedenen Konstellationen oder solo. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Liebe, Gender, Ökonomien und anderen Geistern auseinander und waren bereits in verschiedenen Zusammenhängen zu sehen, so etwa im Kiasma Museum of Contemporary Art, HAU Hebbel Am Ufer, Hitparaden Festival of Performance Art and New Theatre, FOLA – Festival of Live Art und bei den Tanztagen Berlin 2015.

In den Sophiensælen zeigte sie Witch Dance Project (2016) und im Rahmen des Performing Arts Festivals Mira Fuchs (2017) und zuletzt Highness (2017).

 

Melanie Schmidli

MELANIE SCHMIDLI wurde 1982 in Basel (CH) geboren. Von 2003–2007 absolviert sie ihr Schauspielstudium an der UdK in Berlin (2004–2006 Studienpreise Schauspiel des Migros Kulturprozent und der Ernst-Göhner-Stiftung; 2006 Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung) und spielt während des Studiums in den Sophiensælen und im bat in Berlin. Nach Gastengagements in Hannover und Potsdam, folgt 2007 das erste Festengagement am Berliner Ensemble. Sie wird 2008–2011 Ensemblemitglied am Centraltheater Leipzig. Neben dem Theater hat sie diverse Auftritte in Film, TV und Funk und arbeitet seit 2011 als freie Theaterschaffende in Berlin, Leipzig und der Schweiz. Sie verwirklichte die Produktion Marielle, die Ehrjungfrau (2013) im Juni 2013 in den Sophiensælen, für deren Skizze sie 2012 mit dem dritten Platz beim Premio Preis ausgezeichnet wird. Mit Lötscher|Schmidli|Lötscher zeigte sie 2015 Paint it black (2015). Gemeinsam mit Anne Haug bildet sie das Duo Projekt Schooriil.

 

melanieschmidli.com

Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder

Das IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER wurde vom Regisseur und Autor MILO RAU im Jahr 2007 mit Sitz in der Schweiz und in Deutschland gegründet zur Produktion und internationalen Verwertung seiner Theaterinszenierungen, Aktionen und Filme. Seit der Gründung konzentriert sich das IIPM auf die multimediale Bearbeitung historischer oder gesellschaftspolitischer Konflikte: Unter anderem holte die Produktionsgesellschaft die Erschießung des Ehepaars Ceausescu (Die letzten Tage der Ceausescus), den ruandischen Völkermord (Hate Radio) und den norwegischen Terroristen Anders B. Breivik (Breiviks Erklärung) auf die Bühne, boxte per Theaterperformance das Ausländerstimmrecht ins Parlament einer Schweizer Stadt (City of Change) und hob mit mehrtägigen Justiz-Spektakeln (Die Moskauer Prozesse und Die Zürcher Prozesse) ein völlig neues Theaterformat aus der Taufe. Von Debatten weit über die Kunstwelt hinaus begleitet, touren die vom IIPM produzierten Filme, Videoinstallationen, Performances und Inszenierungen aktuell in mehr als zwanzig Ländern weltweit. Im November 2013 fand in den Sophiensælen unter dem Titel Die Enthüllung des Realen (2013) eine Retrospektive zur Arbeit von Milo Rau und dem IIPM statt, anlässlich der Ausstellung erschien im Verlag Theater der Zeit eine gleichnamige Monographie mit Beiträgen von u. a. Elisabeth Bronfen, Heinz Bude, Alexander Kluge, Sandra Umathum, Michail Ryklin und Christine Wahl, die das „Realtheater“ (Alexander Kluge) des IIPM aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. In den Sophiensælen zeigte Milo Rau You will not like what comes after america - Die Berliner Gespräche (2014), Das Kongotribunal (2015) und Five Easy Pieces (2016), das zum 54. Theatertreffen eingeladen wurde.

 

international-institute.de

Monster Truck

MONSTER TRUCK wurde 2005 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen gegründet und besteht zurzeit aus Manuel Gerst, Sahar Rahimi und Ina Vera. Die Gruppe arbeitet in den Bereichen Theater/Performance, szenische Installation und Video und kooperiert in den meisten Produktionen mit anderen Performer*innen, Regisseur*innen, Musiker*innen und anderen. Zentral in ihren Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Bildern, Räumen und Strukturen, die das gesellschaftliche Unbewusste ebenso prägen wie das vermeintliche Bewusstsein. In der Dekonstruktion solcher Mechanismen und Repräsen-tationen treffen Science-Fiction-Sets auf vergangene Epochen, Hollywood-Blockbuster-Ästhetiken auf die Schausteller-Praxis des 19. Jahrhunderts, Kunst-Konventionen auf Naturkunde, Politik und Entertainment. Die Lust am Spektakel und dessen kritische Hinterfragung halten sich dabei immer die Waage. In den Sophiensælen waren bisher ihre Freischwimmer-Inszenierung Live Tonight! (2006) sowie Comeback (2008), Don‘t worry (2010), Prince of Persia (2010), Der Glöckner von Notre-Dame (2011), Dschingis Khan (2012), Who’s there (2013), Regie (2014) und Regie 2 (2015) zu sehen. 2016 zeigten sie Sortiert Euch! (2016) und Sorry (2016). 2017 folgte ihre Arbeit Made for Love (2017) und Siegfried (2017) feiert nun Premiere.

 

monstertrucker.de


sophiensaele sophiensaele