ARTISTS + COMPANIES

Current

Angela Schubot

ANGELA SCHUBOT gründete zusammen mit Martin Clausen das Kollektiv Two Fish (2000-2012). Seit 2009 entwickelt sie mit Jared Gradinger erfolgreich Stücke, die die Entgrenzung des Körpers thematisieren. Sie arbeitete unter anderem mit Theatercombinat Vienna, Constanza Macras/Dorky Park, Pictoplasma, Rachel de Joode und Theater Thikwa sowie seit 2011 mit und für Magrét Sara Guðjónsdóttir. Außerdem unterrichtet sie Movement Research an der DOCH (University of Dance and Circus) Stockholm, Impuls Tanz Vienna, Smash Berlin und am HZT Berlin. Zuletzt zeigte sie in den Sophiensælen gemeinsam mit Margrét Sara Guðjónsdóttir In the blind spot (2016).

apparatus

APPARATUS wurde 2015 von Stefanie Wenner und Thorsten Eibeler gegründet, um Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst umzusetzen. Für ihre Arbeiten werden temporär Kollektive von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren gebildet, die sich gemeinsam um ein Ziel – die bessere Darstellung der Wirklichkeit – bemühen.

Stefanie Wenner ist Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft an der HfBK Dresden und war lange u.a. als Kuratorin am HAU Hebbel am Ufer und beim Impulse Theater Festival tätig.

Thorsten Eibeler studierte deutsche Literatur, Philosophie und Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und Mitbegründer des Theaterkollektivs Showcase Beat Le Mot.

In den Sophiensælen wurden bereits die apparatus-Arbeiten Really Useful Theater (2015) und Magical. Acts. Matter. (2016) gezeigt.

 

apparatus-berlin.de 

Beatrice Fleischlin + Anja Meser

Beatrice Fleischlin wurde in Sempach, Schweiz geboren und arbeitete in unterschiedlichen bürgerlichen Berufen bevor sie von 1996-2000 an der Hochschule für Musik und Theater Zürich studierte. Sie ist als Performerin u.a. in Arbeiten von Boris Nikitin, Thom Luz und Andreas Liebmann zu sehen. In der Spielzeit 2011/12 war sie Hausautorin am Theater Basel. Der Fokus ihrer eigenen Projekte, welche sie mit den Möglichkeiten des Körpers, der Bühne und des Schreibens realisiert, richtet sich auf Fragen von Existenz und Identität. Mit ihrer ernsthaft unernsten Bühnensprache entwirft sie mögliches selbstbestimmtes Tun jenseits reduzierender Strukturen. 2014 war sie an den Sophiensælen gemeinsam mit dem Theater Konstellationen als Autorin und Performerin im Stück mein herz ist ein dealer (2014) zu sehen. Zuletzt zeigte Sie gemeinsam mit Anja Meser I just wanna fucking dance oder Begeisterung und Protest.

 

Anja Meser, in Berlin geboren, hat viele Jahre als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte gearbeitet und nebenberuflich getanzt, bevor sie als freischaffende Tänzerin und Choreografin tätig wurde. Neben eigenen Projekten und der Arbeit als Abendspielleiterin und Regieassistentin (u.a. beim Musical Alperose, Bern) organisiert sie kontinuierlich Jugendtanzprojekte für die Faster-Than-Light-Dance-Company Berlin.

In Come on Baby (2011) wagen sie sich mit Fleischlin auf amüsante Weise in den Themenkomplex sex & gender vor. Ihr zweiter gemeinsamer Abend Drop dead, Gourgeous (2013) befragt eine der wenigen Gewissheiten des Daseins; seine Endlichkeit. Zuletzt war sie als Performerin in There is a better version of you out there (2015) von Rose Beermann zu sehen.

 

theater-konstellationen.ch

come-on-baby.de

 

Bernadette La Hengst

BERNADETTE LA HENGST lebt seit 2004 in Berlin. Von 1990 bis 2004 lebte sie als Musikerin in Hamburg, veröffentlichte seitdem unzählige Alben und spielte hunderte Konzerte. Seit 2002 sind bei Trikont vier Solo-Alben erschienen, ihr aktuelles, Integrier mich, Baby, erschien im Herbst 2012. 2003 erhielt sie für ihr bisheriges Gesamtwerk den Künstlerinnenpreis für Popularmusik in Nordrheinwestfalen. Seit 2003 arbeitet sie als Regisseurin, Musikerin, Autorin und Schauspielerin verstärkt in verschiedensten Theater- und Hörspielproduktionen, u.a. für Theater Freiburg, Thalia Theater Hamburg, Theater Essen und Sophiensæle. Zusammen mit Till Müller-Klug entwickelte sie das Stück Der Innere Innenminister (2009), das 2009 in den Sophiensælen premierte. Im darauf folgenden Jahr entstand dort Deutschlandmärchen (2010), ebenfalls eine O-Ton-Montage, die die deutsche Nachkriegsgeschichte neu verarbeitet. Unter ihrer Regie wurde von 2011 bis 2013 im Thalia Theater das Stück Integrier mich, Baby, ein hyperkultureller Integrationskurs der Zukunft, gespielt. Zuletzt erarbeitete sie 2014 mit dem Regisseur Stefan Nolte für das Theater Freiburg das Projekt Schwarz Wald Straße, ein szenischer Parcours im öffentlichen Raum, für das sie u.a. den 25-köpfigen Anwohner*innen-Chor Nomaden der Zukunft gründete. (Video) Im März 2013 feierte Bernadette La Hengsts Chor für Bedingungsloses Grundeinsingen (2013) in den Sophiensælen Premiere mit anschließenden erfolgreichen Gastspielen in der Bremer Schwankhalle, Kampnagel Hamburg, dem Impulse Festival 2013 in Bochum und dem Ringlokschuppen. (Video)

 

lahengst.com

 

Cecilie Ullerup Schmidt

CECILIE ULLERUP SCHMIDT ist eine in Dänemark geborene Performancekünstlerin. Sie studierte Literaturwissenschaften in Kopenhagen und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre Arbeiten fanden in Konstellationen mit Monster Truck, Boris Nikitin und deufert+plischke statt. Seit Herbst 2011 ist sie Teil des BA-Teams und unterrichtet am BA Studiengang „Tanz, Kontext, Choreografie“ am HZT Berlin. Die Rahmen ihrer Arbeiten wechseln zwischen Galerien, Theatern und wissenschaftlichen Symposien und das Format und die Produktionsverhältnisse sind so weit wie möglich von der spezifischen, performativen Untersuchung bestimmt. In den Sophiensælen war im Mai 2013 die Performance-Trilogie Schützen in Zusammenarbeit mit Matthias Meppelink zu sehen. Ihre gemeinsame Arbeit Exodus premierte 2015 beim Nordwind-Festival. Cecilie Ullerup Schmidt arbeitet zur Zeit hauptsächlich als Chuck Morris mit Lucie Truma. Sie zeigten zuletzt an den Sophiensælen das gleichnamige Stück Chuck Morris (2016).

Christoph Winkler

CHRISTOPH WINKLERS Arbeit reicht von sehr persönlichen bis hin zu politischen Themen. Geboren wurde er in Torgau in der ehemaligen DDR. Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin, studierte er vier Jahre Choreografie an der Berliner Ernst Busch Hochschule für Schauspielkunst und gründete Klangkrieg Produktionen, eine Plattform für experimentelle Musik. Seit 1998 arbeitet er als freischaffender Choreograf in Berlin. Bis heute schafft er es, immer wieder mit seinen Arbeiten Themen zu finden, die ganz innerhalb der Kunstform Tanz stehen, aber darüber hinaus auch auf momentan in der Gesellschaft stattfindende Diskurse hinweisen. Seit 2009 die offene Reihe Dance&Politics mit drei Produktionen an den Sophiensælen: Das Stück Taking Steps (Oktober 2010) über lebenslanges Lernen, Dance! Copy! Right? (Mai 2012) zum Thema Urheberrecht, gefolgt von den politischen Arbeiten RechtsRadikal (Mai 2013). Das Solo Baader - Choreografie einer Radikalisierung wurde 2012 zur Tanzplattform eingeladen, der Tänzer Martin Hansen dafür von der Zeitschrift tanz zum Tänzer der Jahres 2012 ernannt. 2011 zeigte er die Produktion Böse Körper an den Sophiensælen, im Mai 2014 feierte das Tanzfonds Erbe-Projekt Abendliche Tänze Premiere. 2015 war seine Arbeit Golden Stars on blue - a sonic Tableau  zu sehen, 2016 kuratierte er in Zusammenarbeit mit den Sophiensælen das Witch Dance Project. Im selben Jahr zeigte er Five Studies On Post-Colonialism (2016), eine fünfteilige Serie von Kurzchoreografien, in deren Zentrum post-koloniale Strukturen stehen.

 

christoph-winkler.info

Claire Vivianne Sobottke

CLAIRE VIVIANNE SOBOTTKE genoss eine Schauspielausbildung an der UdK Berlin, und erhielt bereits Engagements an der Volksbühne Berlin, am Deutschen Theater Berlin, Comédie de Reims, Théatre Vidy Lausanne und am Schauspielhaus Graz.

Im Jahr 2014 wurde Sobottke mit einer Einstiegsförderung des Berliner Senats gefördert. 2013 war sie DanceWeb Stipendiatin.

In den Sophiensælen zeigte Claire Vivianne Sobottke bereits ihre Produktionen Golden Game (2015), Strange Songs (2016), Witch Dance Project (2016) und zuletzt die Reihe Amazonas #1, #2 und #3 (2017).

Cora Frost und Frostlabor

CORA FROST arbeitete von 1981 - 1988 als Tänzerin, Herrendarstellerin, Performance-Künstlerin und Autorin. Während dieser Zeit bewegte sie sich zwischen Nachtclubs und Nationaltheater, inszenierte eigenwillig-schräge Shows in Turnhallen und Nachtclubs. Seit 1978 führen sie ihre Liederabende bundesweit auf Tournee und weltweit auf Gastspielreisen u. a. nach Sao Paulo, ins Opernhaus von Manaus (Brasilien), nach Paris, Amsterdam, Barcelona, Mexico-City sowie mit Tim Fischer im Duette-Abend durch Syrien, Ägypten und Sudan, als Tänzerin durch Florida, nach Chicago und New York. Als Schauspielerin arbeitete sie u.a. mit Hans Kresnik, Adriana Altaras, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola und ging mit Das Helmi auf Brasilien-Tournee. Weiter arbeitete sie mit Georgette Dee, der Popette Betancor, dem Obdachlosentheater Ratten o7, Jim Avignon, den Klezmatics, Manuela Riva, Wolfgang Müller, Gianna Nannini, und Marianne Sägebrecht. Der Film Paradiso – 7 Tage mit 7 Frauen, in dem sie neben Hans Zischler und Irm Hermann zu sehen war, erhielt 2000 den Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele für das Schauspieler*innenensemble. Seit 2004 arbeitet Cora Frost neben ihren Tourneen als Singer-Songwriterin verstärkt für das Puppentheater Das Helmi,  als  Performancekünstlerin und fürs Musiktheater. Außerdem war sie jüngst unterwegs mit der „Frostfamilie“ in diversen Shows und als Gastperformerin und Sängerin auf Festivals in Holland und Mexico City. In den Sophiensælen verwirklichte sie Die Bucht der dicken Kinder (2012) und zuletzt ihren zweitätigen Workshop Sexmuxic (2016). Ihr Namensvetter Peter Frost zeigte im selben Jahr How wolves can change rivers (2016).

 

corafrost.de

Daniel Kötter + Hannes Seidl

Seit 2008 arbeiten DANIEL KÖTTER und HANNES SEIDL zusammen an unterschiedlichen künstlerischen Formaten wie Experimentalfilm, Installationen, Performances oder Ausstellungen. Den Schwerpunkt bilden jedoch abendfüllende, musiktheatrale Arbeiten, darunter Falsche Arbeit (2008), Falsche Freizeit (2010), Freizeitspektakel (2010) sowie die Trilogie Ökonomien des Handelns KREDIT, RECHT, LIEBE (2013-16), die auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurden. 2017 waren sie in den Sophiensælen mit ihrer Arbeit Ingolf (2017) vertreten, welche die Kunstgattungen Dokumentarfilm, Installation und Performance kombinierte, und im Herbst desselben Jahres wurde ihre Performance Stadt (Land Fluss) (2017) uraufgeführt.

 

danielkoetter.de

hannesseidl.de

Eva Meyer-Keller

EVA MEYER-KELLER arbeitet an der Schnittstelle von Perfomance und bildender Kunst. Dabei verwendet sie Objekte aus ihrem direkten Umfeld: Dinge, die sie zu Hause findet, im Supermarkt oder im Geräteschuppen. Ihre Arbeiten zeichnen sich infolgedessen mit einer obszessiven, häuslichen Ästhetik aus. Meyer-Keller entwickelt Soloprojekte sowie Kollaborationen mit anderen Künstlern wie Uta Eisenreich, Sybille Müller und Kate McIntosh. Sie arbeitete außerdem als Performerin oder Dramaturgin, u.a. mit Baktruppen, Jérôme Bel, Christine De Smedt/les Ballets C de la B (9x9), Juan Dominguez, Kate McIntosh und Agnes-Meyer-Brandis. Seit 2010 ist sie als Dozentin in verschiedenen Programmen in ganz Europa tätig: an der HZT/UdK in Berlin, am DOCH in Stockholm und der ZHdk in Zürich. Eine Gastprofessur erhielt sie 2013/2014 an der Universität Hildesheim. In den Sophiensælen zeigten sie und Uta Eisenreich ihre Performance Things On A Table (2017).

 

evamk.de

Flinn Works

FLINN WORKS entwickelt gemeinsam mit unterschiedlichen internationalen Musiker*innen und Performer*innen multiperspektivische Stücke zur globalisierten Welt. 2016 entstanden im Rahmen des Themenschwerpunkts zur deutschen Kolonialvergangenheit die Stücke Maji Maji Flava (2016) und Schädel X (2016). Die beiden Produktionen Songs of the T-Shirt (2015) und Shilpa - The Indian Singer App (2017) werden durch Global Belly (2017) zur Trilogie Die Frau als Maschine ergänzt.

 

flinnworks.de 

Florentina Holzinger + Vincent Riebeek

FLORENTINA HOLZINGER, 1986 in Österreich geboren, und VINCENT RIEBEEK, 1988 in den Niederlanden geboren, studierten Choreografie am SNDO Amsterdam. Florentina Holzinger zeigte nach ihrem Abschluss im Mai 2011 das Solo Silk (2011) und erhielt dafür 2012 den Prix Jardin d’Europe bei Impulstanz. Ihre gemeinsame Performance Kein Applaus für Scheiße sorgte international für Aufmerksamkeit. Spirit (2012) wurde im Oktober 2012 auf Campo/Gent uraufgeführt und 2013 in den Sophiensælen gezeigt. Wellness, das dritte Stück ihrer Trilogie, feierte im November 2013 in Düsseldorf Premiere. Ihre Arbeiten werden auf Festivals in ganz Europa gezeigt. Vincent Riebeek zeigte bei den Tanztagen 2015 seine Soloarbeit Flaming Lamborghini (2015). Zuletzt war die Produktion Schönheitsabend (2016) in den Sophiensælen zu sehen und im Rahmen des Festivals The Future is F*E*M*A*L*E* zeigte Florentina Holzinger die in Kollaboration mit Frascati Producties entstandene Performance Recovery (2017) und den Workshop Inside The Octagon (2017).

 

floholzinger.wordpress.com

HAUEN•UND•STECHEN

Das Musiktheaterkollektiv HAUEN•UND•STECHEN – ehemals LWOWSKI•KRONFOTH• MUSIKTHEATERKOLLEKTIV – wurde von den Musiktheaterregisseurinnen Franziska Kronfoth und Julia Lwowski und dem Fotografen und Galeristen Thilo Mössner gegründet. Seit 2012 arbeiten sie künstlerisch und strategisch zusammen. Kronfoth und Lwowski studierten Opernregie an der Hanns Eisler Hochschule für Musik in Berlin und streben ein grenz- und genreübergreifendes Musiktheater an. Sie entwickelten Arbeiten für HAU Hebbel am Ufer, Ballhaus Ost, Akademie der Künste, Münchner Schwere Reiter und die Staatsoper Hamburg. Häufig arbeitet HAUEN•UND•STECHEN ortsspezifisch. In den Sophiensælen zeigten sie Die Herzen des Oktopus bei Männer in Garagen, Lulu/Nana (2014/15) und seit November 2016 ihre drei Studien zu Giacomo Puccini Die Todesqualle Oder Wer Flüstert, der Lügt #1, #2, #3 (2016/2017) und Cazza Ragazza - Puccinis Letztes Lied (2017).

 

hauen-und-stechen.com

Hendrik Quast + Maika Knoblich

In ihrer Zusammenarbeit leiten HENDRIK QUAST und MAIKA KNOBLICH Fragen aus Beobachtungen des Alltags ab und entwickeln daraus situations- und ortsspezifische Happenings und Aktionen. In der ihnen eigenen Expert*innen-Mimikry geht ein themenspezifisches Fachwissen hervor, das auf der Bühne sowohl im Tun als auch im Kommentieren erprobt wird. In den Sophiensælen zeigten sie bereits Trauer tragen (2013), Der Ur-Frost (2014) und im Rahmen des Performing Arts Festivals 2016 ihre Perfomance Nagelneu: Ladies Night (2016) und die Nagelneu: Nagelbar (2016). 2014 zeigte Hendrik Quast seine Solo-Performance Mohrle - Eine Fabel (2014) (bei der Maike Knoblich die Dramaturgie übernahm) beim Freischwimmer-Festival 2014/15.

 

quastknoblich.de

Henrike Iglesias

HENRIKE IGLESIAS ist ein Autorinnen- und Performerinnenkollektiv aus Hildesheim. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich vom Populären über das Persönliche zum Politischen. Mit ihrem Debüt Wir kommen nicht aus dem Showbiz (auch wenn man das vielleicht denken könnte) gewannen sie 2013 den Publikumspreis beim 100° Berlin Festival der Sophiensæle. 2014 entstand I can be your hero Baby in der Residenz des Schauspiel Leipzig. Für das Festival Männer in Garagen der Sophiensæle entwickelten sie 2014 die Carwash-Performance Erotische Außenreinigung ihres PKW ohne Trocknung oder: Car Wash (die sie auf dem Performing Arts Festival 2017 ein weiteres Mal aufführten). 2016 folgte die Performance GRRRRRL (2016) und im Rahmen des Festivals The Future is F*E*M*A*L*E* das Workshop-Format The Academy (2017).

 

henrikeiglesias.com  

Herbordt/Mohren

MELANIE MOHREN und BERNHARD HERBORDT sind Absolvent*innen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 2000 entstehen gemeinsame interdisziplinäre Arbeiten im Grenzbereich der darstellenden Künste. Ihre Performances, Hörstücke, (Musik-) Theaterarbeiten, Ausstellungs- und Publikationsprojekte basieren auf umfassenden Recherchen und werden international in unterschiedlichen Kontexten, Festivals, Galerien, Theatern und Radiosendern produziert und präsentiert. HERBORDT/MOHREN wurden mit dem NRW Hörspielpreis ausgezeichnet, waren Stipendiat*innen der Akademie Schloss Solitude, auf Residenzen in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Indien und wurden zuletzt für Das Stueck mit dem Stuttgarter Theaterpreis 2013 ausgezeichnet. 2011-2016 sind HERBORDT/MOHREN Künstler*innen-Mitglieder der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. An den Sophiensælen waren HERBORDT/MOHREN erstmals 2005 mit Wonderland (2005) zu Gast, gefolgt von Wie man ein Loch in den Himmel macht (2008) und Galaxy Hotel [play for music] (2010). Nach der 2010 und 2011 ebenfalls an den Sophiensælen entstandenen Reihe Alles was ich habe (2010) ist ihre Arbeit Die Aufführung (2013) als Teil einer komplexen Kunstanlage, die HERBORDT/MOHREN mit dem Schreiben von Das Stueck begonnen und mit der Gründung von Die Institution fortgesetzt haben, zu sehen gewesen.

 

die-institution.org  

Hermann Heisig

HERMANN HEISIG wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er sich für Tanz zu interessieren begann und zahlreiche improvisierte Soli in Galerien und Clubs aufführte. Nach seiner Ausbildung in Berlin und Montpellier arbeitete Heisig als Tänzer u.a. mit Meg Stuart/Damaged Goods, Thomas Lehmen, Corinna Harfouch, Martin Nachbar und Martine Pisani. Zwischen 2008 und 2011 entstanden die Arbeiten Pongo Land (2008) mit Nuno Lucas, What comes up/ Must go up (2009), Themselves already hop! (2009) und united states (2011, gemeinsam mit Elpida Orfanidou). Im Mai 2012 kreierte er zusammen mit Nuno Lucas, Pieter Ampe und Gui Carrido das Quartett a coming community. 2013 zeigte er in den Sophiensælen seine Arbeiten Slap/Stick (2013) und Wir/Nosotros/We (2013) mit Marina Quesada und Anne Zacho Søgaard, 2014 die Produktion STRTCH (2014) mit Elpida Orfanidou und Tian Rotteveel und zuletzt Next to Near (2017) mit May Zarhy/Mamaza.

 

hermannheisig.net

Interrobang

INTERROBANG sind Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg und Lajos Talamonti. Sie entwickeln neue partizipative Theaterformate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. Für jedes ihrer Projekte arbeiten sie mit Künstler_innen unterschiedlicher Sparten zusammen (Ekkehard Ehlers, Martin Schick, Kaja Jakstat, Georg Werner, Florian Fischer, Friedrich Greiling, Sandra Fox, Lisa Großmann, Lajos Talamonti u.a.). 2012-2014 erhielten sie gemeinsam mit den Sophiensælen die Doppelpassförderung der Kulturstiftung des Bundes. Bisherige Arbeiten an den Sophiensælen: Sprachlabor Babylon (2012), Callcenter Übermorgen. Eine Telefonreise in Dein ungelebtes Leben (2013), ThAEtermaschine - Module für die Zukunft des Theaters  (2013), Preenacting Europe (2014), To Like or Not to Like (2015), Der Prozess 2.0 (2017)  und zuletzt Emocracy (2017).

 

interrobang-performance.com

Isabelle Schad

ISABELLE SCHAD studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart, im Anschluss tanzte sie sechs Jahre für verschiedene klassische Kompanien, bevor sie Mitglied von Ultima Vez in Brüssel wurde und mit Choreograf*innen wie Olga Mesa, Angela Guerreiro, Felix Ruckert oder Eszter Salamon arbeitet. Seit 1999 hat sie zahlreiche eigene Projekte in enger Zusammenarbeit mit Choreograf*innen, Performer*innen, Musiker*innen und Visual Artists entwickelt, die in Theatern, Galerien und auf Festivals international gezeigt werden. Sie entwickelte im Rahmen der Good Work-Reihe mit Bruno Pocheron und Ben Anderson verschiedene Projekte und kreierte zuletzt ein Stück in Zusammenarbeit mit Germana Civera und Laurent Goldring (Festival Montpellier Danse) und ein Solo in Zusammenarbeit mit Dalija Acin. Sie leitete das Mentoring Projekt Tanztage Berlin 2007 und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien sowie Artist-in-Residence-Aufenthalte, u.a. im Podewil Berlin und de Monty Antwerpen. Isabelle Schad ist Teil des Projektes Praticable von Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies und Odile Seitz. An den Sophiensælen war sie 2007 gemeinsam mit Good Work und ihrer Produktion Still Lives – Berlin (2007) zu sehen. 2009 und 2010 haben verschieden Fassungen ihrer Zusammenarbeit mit Laurent Goldring hier Premiere: Unturtled (2009), Unturtled # 2 (2010) und Unturtled #3  (2010). Mit Musik (Praticable) (2011) war Isabelle Schad im Mai 2011 in den Sophiensælen zu Gast und zuletzt mit Solo für Lea (2016).


isabelle-schad.net

Jochen Roller

JOCHEN ROLLER, 1971 in Berlin geboren, studierte klassisches Ballett an der Deutschen Oper Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Choreografie am Laban Centre London. Seit 1997 entwickelte er auf Kampnagel Tanz-Performances, unter anderem die Solo-Trilogie perform performing (2002 – 2004), die Gruppenstücke Around the World (2002) und mindgarden (2004), die kmh-Reihe nouvelles frontières (2001) und die Duette abgepaust (2001) und Kojote (2006). Seine Produktionen touren weltweit und wurden zu den Deutschen Tanzplattformen 2004 und 2006 eingeladen. In der Spielzeit 2007/2008 kuratierte er gemeinsam mit Anne Kersting das Tanzprogramm von Kampnagel. Seine Produktion Things I Say for Money und die Performance JANCLOD! – être aware and beyond (2008) als Koproduktion mit Kampnagel war 2008 im Hochzeitssaal der Sophiensæle zu sehen. Gemeinsam mit dem Performancekünstler Florian Feigl setzte Jochen Roller sich in ? VOID ? (2010)mit Fälschung und Macht guter Geschichten in der Kunst auseinander. Das Stück hatte im August 2010 an den Sophiensælen Premiere. Im August 2013 premierte die vielbeachtete Produktion Trachtenbummler (2013) im Rahmen von Tanz im August. Zuletzt waren seine Stücke Them and Us (2015) und Blutsbrüder (2017) an den Sophiensælen zu sehen.

 

jochenroller.de

Johannes Müller

JOHANNES MÜLLER, geboren 1978 in Aachen, wechselte nach kurzem Physik-Studium in die Regie-Klasse der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Während des Studiums inszenierte er für die K.O.-Projekte der Komischen Oper Berlin, die Volksbühne Berlin und das Ballhaus Ost. Er ist Oper Dynamo West-Gründungsmitglied, inszenierte dort Der Teufel in Frau Jones und war als Regisseur beteiligt an den Gruppenproduktionen Fort_Führung (Bahnhof Zoo), vom schweben (Kosmos Deutsche Oper), CAIRO!SHANGHAI!BOMBAY! (ZOB Berlin) und Telemondial. 2010/11 inszenierte er an den Sophiensælen Cheap Blood (199) (2010) und Intrigo Internazio - Nale KV 492 für die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper München und das Radialsystem Berlin. 2012 feierten gleich zwei Produktionen von ihm an den Sophiensælen Premiere: One Day More / Extravaganza (2012) im März/April und Opération Spirituelle (2012) im August. In Zusammenarbeit mit Philine Rinnert setzte sich die Arbeit an den Sophiensælen mit dem Projekt Herculanum (2013) und der Produktion Reading Salome (2015) fort.

 

johannesmueller.eu

Judica Albrecht + Lajos Talamonti

JUDICA ALBRECHT ist Schauspielerin, Regisseurin und Pädagogin für Atem- und Stimmbildung. Sie ist Gründungsmitglied des Jungen Theater Bremen und war Leiterin verschiedener Jugendperformancegruppen am Theater Aachen, Sophiensæle (TUSCH, Jugendclub), Parkaue und Maxim-Gorki-Theater mit stark biografischen Textgrundlagen der Teilnehmenden. Sie nahm an der Weiterbildung der UdK „Kunst im Kontext“ teil. Sprechertätigkeiten im Rundfunk für Hörspiele und Features, Audio Guides in Ausstellungen. 

 

LAJOS TALAMONTI ist freier Schauspieler, Autor und Regisseur. 1998 gründete er die Produktionsplattform urban lies, von 2000 bis 2008 war er Teil der Perfomancegruppe Nico and the Navigators. Als Schauspieler arbeitete er u.a. mit Hans-Werner Kroesinger, Martin Clausen und Sascha Bunge zusammen, Arbeiten als Regisseur und Autor führten ihn u.a. an das Junge Theater Bremen, Schwankhalle Bremen, Nationaltheater Mannheim, HAU Hebbel am Ufer, Theater an der Parkaue, Komische Oper Berlin, Maxim-Gorki-Theater und Sophiensæle. Er ist Teil des Performancekollektivs Interrobang und wirkte u.a. bei den Produktionen Callcenter Übermorgen (2014), Preenacting Europe (2014), To Like or Not to Like  (2015),  Der Prozess 2.0 (2017) und Emocracy (2017) in den Sophiensælen mit. In Berlin, Bremen, Budapest und Taranto führte er zahlreiche Projekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch, an den Sophiensælen u.a. Meine Schule ist die Strasse - Wo ist Mädchen X? (2014) mit dem Leonardo Da Vinci-Gymnasium in Berin-Buckow. Lajos Talamonti ist Träger des George-Tabori-Preises.

 

judicaalbrechtde.wordpress.com  

Jule Flierl

JULE FLIERL setzt sich in ihren Arbeiten mit Raumänderungen durch Atem, Stimme und Tanz auseinander. Die Tanzmacherin und Stimmakrobatin studierte zeitgenössischen Tanz am SEAD Salzburg, spielte im Kino-Film Führer Ex die weibliche Hauptrolle und arbeitete als Tänzerin u.a. mit Künstler*innen wie Martin Nachbar, Christine Borch, Ibrahim Quarishi, Gintersdorfer/Klaßen, Tino Sehgal. Zur Zeit studiert sie im Master Programm für Choreographie in Montpellier Frankreich. Ihre Arbeit Happiness is a war…m gun wurde in Berlin, Salzburg, Wien, bei den internationalen Festival des Experimentaltanzes, den Tanztagen in Berlin, Nagib in Maribor und bei Perypezye in Milano gezeigt.

In den Sophiensælen  zeigte sie im Rahmen der Tanztage A Sound Has No Legs to Stand on (2016) und Amazonas #1 mit DJ Sapphic Faggot und Astrid Kaminski. 

Laurie Young

Die Kanadierin LAURIE YOUNG war von 1992 bis 1996 Mitglied des kanadischen Forschungslabors für Tanz Le Groupe Dance Lab. 1996 zog sie nach Berlin, wirkte bei Sasha Waltz‘ Allee der Kosmonauten mit und arbeitet seitdem zunächst als Ensemblemitglied, später als Gast mit der Compagnie zusammen. Von 2000-2003 war Young Ensemblemitglied der Schaubühne am Lehniner Platz. International tanzte sie für Choreograf*innen wie Meg Stuart, Constanza Macras, Benoit Lachambre, Emio Grecco, Eszter Salomon, Animal Farm Collective, Grayson Millwood und Nasser Martin-Gousset. Zu ihren Arbeiten zählen das Solo Brand New Bag und OmU. 2007 war Laurie Artist-in-Residence in der fabrik Potsdam. 2009 gründete sie mit Panagiota Kallimanis und Philipe Loureco das Kollektiv The Plant, das ortsspezifische Installationen entwickelt. Darüber hinaus arbeitete sie mit Filmemacher*innen, Bühenbildner*innen; Videokünstler*innen u.a. zusammen. Ihr Solo Natural Habitat (2011) wurde im Naturkundemuseum Berlin uraufgeführt. Ihr choreografisches Gemeinschaftsprojekt mit Janet Cardiff und George Burres Miller Alter Bahnhof Video Walk war 2012 auf der Documenta (13) in Kassel zu sehen. In den Sophiensælen zeigte sie 2014/15 ihre Arbeit How is now (2015) gemeinsam mit Johannes Malfatti. Im November 2015 premierte sie mit Korinna und Jörg - Erinnerungen an 25 Jahre Tanz in Berlin (2015).

Lea Martini + Co.

LEA MARTINI, Choreografin und Tänzerin, lebt in Berlin. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Choreografie am Artez (NL) und an der School for New Dance Development (NL). Ihre meist in kollektiven Strukturen erarbeiteten Stücke sind Einladungen an das Publikum, der Aufführung als einem Ort der Kontemplation und körperlichen Empathie zu begegnen. Sie gehen der Frage nach, wie man sich gesellschaftspolitischen Themen körperlich annähern und neue Perspektiven darauf durch Momente gemeinsamen Verweilens und Erfahrens teilen kann. Lea ist Teil des Performancekollektivs White Horse, deren Stück Trip (2008) zu Massenfanatismus und Revolutionssehnsucht u.a. zum Repertoire der Dansgroup Amsterdam gehört. Zusammen mit Anja Müller und Dennis Deter entwickelte Lea unter dem Namen Deter/Müller/Martini eine Performance-Trilogie zum Verhältnis von Körpern und Massenmedien. Ihre Performance all is crackle (2015) wurde 2015 im Rahmen des Every Step You Take Festivals in den Sophiensælen gezeigt. Weitere choreografische Arbeiten u.a. mit Noha Ramadan (Deeply Really Truly, 2013), Hilde Elbers (The Animated, 2014) und Marcel Schwald (Host Club, 2013/14). Zuletzt zeigte Lea die genreübergreifende Performance Tanzplage Berlin (2016) in den Sophiensælen.

Lea Moro

LEA MORO studierte an der Scuola Teatro Dimitri (CH), dem Laban Centre in London und dem HZT Berlin. Ihre Solo-Performance Le Sacre du Printemps, a ballet for a single body (2013/14) wurde unter anderem am HAU Hebbel am Ufer, während der Tanztage Berlin 2015 und des Festivals Zürich Tanzt sowie in der Dampfzentrale Bern gezeigt. 2015/16 ist sie Residenzchoreografin bei K3 Tanzplan Hamburg. 2015 erhielt sie das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin, 2014 das DanceWEB Stipendium und wurde durch das PAP-Mentoring Programm Berlin unterstützt. Sie ist Mitgründerin des Ackerfestivals Berlin und Residenzkuratorin von Schloss Bröllin. Ihr Gruppenstück (b)reaching stillness (2015) feierte in den Sophiensælen Premiere und wurde zur Tanzplattform Deutschland 2016 eingeladen. In der Jahresausgabe 2015 der tanz gilt sie als Hoffnungsträgerin. Zuletzt performte Lea Moro in Isabelle Schads Solo für Lea (2016) in den Sophiensælen.

 

leamoro.com

Lovefuckers

LOVEFUCKERS sind seit 2009 auf der Spur von Grenzgänger*innen, Outlaws und Revolutionen. Sie mischen Pop mit Puppen, Performance und Projektionen. Ihre erste Show Pieps! Du kleiner Vogel (2010) über Serienmörder erhielt 2010 den Jury-Preis beim 100°-Festival in Berlin. Es folgten die Produktionen King Of The Kings (2011), Fixen - Die Ballade von der medialen Abhängigkeit (2012) und die Videoinstallation Schwere Jungs (2014), SPAM (2015) und Silver Sex (2016). Lovefuckers verfolgen ein einfaches Ziel: Sie suchen auch im Abgrund, wo alles krankt, noch nach Liebe, um dem ganzen Dreck ein bisschen Glanz zu verleihen. Im Mai 2017 premierten sie mit Army of Lovefuckers in den Sophiensælen.

 

lovefuckers.com  

Margrét Sara Guðjónsdóttir

MARGRÉT SARA GUÐJÓNSDÓTTIR wurde in Reykjavík/Island geboren. Sie studierte Tanz in den Niederlanden und lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2010 zeigt sie im internationalen Rahmen ihre eigenen Arbeiten. 2015 war Margrét Sara Artist in Residence an der Cullberg Ballet Dance Company in Schweden. Als Performerin arbeitete sie unter anderem mit Gisele Viènne, Dennis Cooper, Erna Ómarsdóttir, Jared Gradinger, Esther Salamon, Jan Fabre, Nir De Volff/Total Brutal und Angela Schubot.

In den Sophiensælen zeigte sie zuletzt Blind Spotting (2014), In the Blind Spot (2016) und Spotted (2016).

 

msgudjonsdottir.com  

Markus&Markus

MARKUS&MARKUS ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim. Seit 2011 stehen sie für eine ureigene Form politischen Theaters, pennälerhafte Penetranz und radikale Perfektionslosigkeit. Ihre Aufführungen, in denen die Grenze zwischen Inszenierung und Realität völlig aufgelöst wurde, lösten öffentliche Debatten aus. Die Arbeiten zeichnen sich aus durch eine intensive Investigation, deren Ergebnis eingefangen auf der Videoebene einen elementaren Baustein der Inszenierungen bildet. Es interessiert das Kollektiv jedoch nicht, eine Realität abzubilden, stattdessen ist der Theaterkontext für den Zugriff auf die Realität entscheidend – Fakt und Fiktion liegen dichter zusammen als bei X-Factor: Das Unfassbare von Jonathan Frakes. An den Sophiensælen waren bisher zu sehen: Polis3000: Oratio (2012), Ibsen: Gespenster (2015), Ibsen: Peer Gynt (2015). Im April 2017 zeigten sie erstmals zusammenhängend die gesamte Ibsen-Trilogie.

Martin Hansen

MARTIN HANSEN choreografiert Sprache, Objekte und Körper und setzt sich mit der Ökonomie von Zeit in Choreografie und Theater auseinander. 2014 schloss er sein Studium am HZT Berlin ab. Sein Stück A Queer Kind of Evidence (2014) feierte 2014 bei den Tanztagen Berlin Premiere. Martins Solo-Arbeit Monumental (2014) wurde sowohl bei der Tanznacht 2014, als auch im PACT Zollverein und in der Semper Oper Dresden aufgeführt. 2012 wurde er von der Zeitschrift tanz zum Tänzer des Jahres gekürt, 2013 war er danceWEB-Stipendiat. Für die Stiftung des Kier Choreographic Award in Melbourne und Sydney präsentierte er 2016 seine Arbeit If It's All In My Veins. In den Sophiensælen zeigte Martin Hansen zuletzt Bastards (2016).

Martin Nachbar

MARTIN NACHBAR ist Choreograf, Performer, Forscher und Kurator. Seine bisher mehr als 20 Stücke, darunter Repeater - Tanzstück mit Vater (2014), Urheben Aufheben (2008), Animal Dances (2013) und Unfinishing (2015) touren zum Teil international bis nach Japan, Australien und Kanada. Das Goethe-Institut führt ihn in seiner Liste 50 wichtiger Choreografen. Über seine choreografische Arbeit hinaus geht Martin Nachbar immer wieder auch Einladungen als Performer, Pädagoge, Autor und Juror nach. Neben vielen anderen Projekten beschäftigt er sich seit 2012 mit dem Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Umwelten, insbesondere mit dem Phänomen und der Erfindung von Tiertänzen. Zuletzte premierte er in den Sophiensælen gemeinsam mit Jeroen Peeters mit dem Stück Der Choreoturg (2016) und This Thing I am (2016).


martinnachbar.de  

matthaei & konsorten

Unter dem Label MATTHAEI & KONSORTEN arbeitet der Regisseur Jörg Lukas Matthaei mit Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Seit 2000 sind so mehr als 40 Arbeiten vielfältiger Ausrichtungen entstanden: Von Inszenierungen für die Bühne über Installationen und Diskursproduktionen bis hin zur Entwicklung neuer Formate für urbane Landschaften, die seit einigen Jahren einen Schwerpunkt der Arbeit ausmachen. Inszenierungen von matthaei & konsorten begegnet man an allen Orten, die auch im Leben ihrer Akteur*innen oder Besucher*innen vorkommen. Jüngere Arbeiten: Diesseits vom Kulissenpark (Kunstfest Weimar), Im Apparat der Kriege (2014 Sophiensaele + Radiofassung für den rbb u.a.) und The town behind the woods (2015). Seit 2015 präsentieren sie regelmäßig den Idiotensalon (2015) in den Sophiensælen.

 

matthaei-und-konsorten.de

Melanie Jame Wolf

Die Australierin Melanie Jame Wolf erarbeitet unter dem Namen Savage Amusement Performances in verschiedenen Konstellationen oder solo. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Liebe, Gender, Ökonomien und anderen Geistern auseinander und waren bereits in verschiedenen Zusammenhängen zu sehen, so etwa im Kiasma Museum of Contemporary Art, HAU Hebbel Am Ufer, Hitparaden Festival of Performance Art and New Theatre, FOLA – Festival of Live Art und bei den Tanztagen Berlin 2015.

In den Sophiensælen zeigte sie Witch Dance Project (2016) und im Rahmen des Performing Arts Festivals Mira Fuchs (2017) und zuletzt Highness (2017).

 

Melanie Schmidli

MELANIE SCHMIDLI wurde 1982 in Basel (CH) geboren. Von 2003–2007 absolviert sie ihr Schauspielstudium an der UdK in Berlin (2004–2006 Studienpreise Schauspiel des Migros Kulturprozent und der Ernst-Göhner-Stiftung; 2006 Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung) und spielt während des Studiums in den Sophiensælen und im bat in Berlin. Nach Gastengagements in Hannover und Potsdam, folgt 2007 das erste Festengagement am Berliner Ensemble. Sie wird 2008–2011 Ensemblemitglied am Centraltheater Leipzig. Neben dem Theater hat sie diverse Auftritte in Film, TV und Funk und arbeitet seit 2011 als freie Theaterschaffende in Berlin, Leipzig und der Schweiz. Sie verwirklichte die Produktion Marielle, die Ehrjungfrau (2013) im Juni 2013 in den Sophiensælen, für deren Skizze sie 2012 mit dem dritten Platz beim Premio Preis ausgezeichnet wird. Mit Lötscher|Schmidli|Lötscher zeigte sie 2015 Paint it black (2015). Gemeinsam mit Anne Haug bildet sie das Duo Projekt Schooriil.

 

melanieschmidli.com

Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder

Das IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER wurde vom Regisseur und Autor MILO RAU im Jahr 2007 mit Sitz in der Schweiz und in Deutschland gegründet zur Produktion und internationalen Verwertung seiner Theaterinszenierungen, Aktionen und Filme. Seit der Gründung konzentriert sich das IIPM auf die multimediale Bearbeitung historischer oder gesellschaftspolitischer Konflikte: Unter anderem holte die Produktionsgesellschaft die Erschießung des Ehepaars Ceausescu (Die letzten Tage der Ceausescus), den ruandischen Völkermord (Hate Radio) und den norwegischen Terroristen Anders B. Breivik (Breiviks Erklärung) auf die Bühne, boxte per Theaterperformance das Ausländerstimmrecht ins Parlament einer Schweizer Stadt (City of Change) und hob mit mehrtägigen Justiz-Spektakeln (Die Moskauer Prozesse und Die Zürcher Prozesse) ein völlig neues Theaterformat aus der Taufe. Von Debatten weit über die Kunstwelt hinaus begleitet, touren die vom IIPM produzierten Filme, Videoinstallationen, Performances und Inszenierungen aktuell in mehr als zwanzig Ländern weltweit. Im November 2013 fand in den Sophiensælen unter dem Titel Die Enthüllung des Realen (2013) eine Retrospektive zur Arbeit von Milo Rau und dem IIPM statt, anlässlich der Ausstellung erschien im Verlag Theater der Zeit eine gleichnamige Monographie mit Beiträgen von u. a. Elisabeth Bronfen, Heinz Bude, Alexander Kluge, Sandra Umathum, Michail Ryklin und Christine Wahl, die das „Realtheater“ (Alexander Kluge) des IIPM aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. In den Sophiensælen zeigte Milo Rau You will not like what comes after america - Die Berliner Gespräche (2014), Das Kongotribunal (2015) und Five Easy Pieces (2016), das zum 54. Theatertreffen eingeladen wurde.

 

international-institute.de

Monster Truck

MONSTER TRUCK wurde 2005 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen gegründet und besteht zurzeit aus Manuel Gerst, Sahar Rahimi und Ina Vera. Die Gruppe arbeitet in den Bereichen Theater/Performance, szenische Installation und Video und kooperiert in den meisten Produktionen mit anderen Performer*innen, Regisseur*innen, Musiker*innen und anderen. Zentral in ihren Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Bildern, Räumen und Strukturen, die das gesellschaftliche Unbewusste ebenso prägen wie das vermeintliche Bewusstsein. In der Dekonstruktion solcher Mechanismen und Repräsen-tationen treffen Science-Fiction-Sets auf vergangene Epochen, Hollywood-Blockbuster-Ästhetiken auf die Schausteller-Praxis des 19. Jahrhunderts, Kunst-Konventionen auf Naturkunde, Politik und Entertainment. Die Lust am Spektakel und dessen kritische Hinterfragung halten sich dabei immer die Waage. In den Sophiensælen waren bisher ihre Freischwimmer-Inszenierung Live Tonight! (2006) sowie Comeback (2008), Don‘t worry (2010), Prince of Persia (2010), Der Glöckner von Notre-Dame (2011), Dschingis Khan (2012), Who’s there (2013), Regie (2014) und Regie 2 (2015) zu sehen. 2016 zeigten sie Sortiert Euch! (2016) und Sorry (2016). 2017 folgte ihre Arbeit Made for Love (2017) und Siegfried (2017) feiert nun Premiere.

 

monstertrucker.de

Naoko Tanaka

NAOKO TANAKA studierte Malerei und Bildhauerei an der Universität der Künste in Tokio und kam 1999 als Stipendiatin der Kunstakademie Düsseldorf nach Deutschland, wo sie mit der Performance- und später Tanzszene in Berührung kam. Ihre Arbeiten wurden u. a. 2004 auf der Kunstfilm Biennale im Kölner Museum Ludwig und im Rahmen des Emprise Art Award im Düsseldorfer Forum NRW, sowie im Museum Baden in Solingen ausgestellt. Seit der Gründung des Künstlerkollektivs Ludica. mit dem Choreografen Morgan Nardi im Jahr 2001 entwickelt sie Bühnenperformances und Tanz-Installationen, in denen Choreografie und Visuelle Kunst eine enge Verbindung eingehen. Ludica. wurde mit seiner Produktion The corner zur Tanzplattform Deutschland 2010 eingeladen. Für die Produktion Die Scheinwerferin erhielt Naoko Tanaka 2012 den Prix Jardin d'Europe in Wien. Diese wurde auch an den Sophiensælen gezeigt, wo im selben Jahr Absolute Helligkeit (2012) Premiere feierte. 2015 wurde ihr Projekt Unverinnerlicht (2015) uraufgeführt und 2017 die dreiteilige Schattentrilogie (2017).

 

naokotanaka.de

Peter Pleyer

PETER PLEYER studierte am EDDC Arnhem. Er arbeitete als Tänzer und choreografischer Assistent mit Yoshiko Chuma und Mark Tompkins. Seit 2000 lebt er in Berlin. Von 2007–14 war er künstlerischer Leiter der Tanztage Berlin und von 2012–14 Mitarbeiter im Team der Sophiensæle. Sein Interesse als Choreograf und Performer sowie als Dramaturg und Coach liegt darin neue Methoden des Tanztrainings, der Komposition und Improvisation in choreographische Prozesse zu integrieren, wie z.B. in der Lecture Performance Choreographing Books oder in seinen Soloarbeiten Ponderosa Trilogy (Einladung zur Tanznacht Berlin 2016) und der Choreograpie Visible Undercurrent (2014), die er in den Sophiensælen spielte. Als Performer war er in den letzten Jahren für Keith Hennessy, Antonija Livingstone und Julian Weber zu sehen Er unterrichtet in verschiedenen Hochschulen und Festivals in Europa und war im Sommersemester 2015/16 Gastprofessor am HZT/UdK Berlin.

PROJEKT SCHOORIIL

Seit 2013 produzieren, inszenieren und spielen die beiden Schauspielerinnen Anne Haug und Melanie Schmidli als Duo PROJEKT SCHOORIIL eine serielle Spätabendshow in den Sophiensælen. PROJEKT SCHOORIIL beschäftigt sich, anhand des Versuchs der Herstellung eines Showreels, mit der Schauspielprofession aus einer feministischen Perspektive und mit den im Berufsfeld der Schauspielerei herrschenden Gesetzen und Regeln und den Mechanismen des zeitgenössischen Eigenmarketings. 

 

www.annehaug.de

www.melanieschmidli.com

www.projektschooriil.de

Public in Private/ Clément Layes

Die Company PUBLIC IN PRIVATE, gegründet 2008 von CLÉMENT LAYES und Jasna Vinovrski in Berlin, untersucht, reflektiert und befragt in ihren künstlerischen Arbeiten soziale, politische und kulturelle Strukturen mit dem Ziel, in einem kollaborativen Ansatz die Grenzen und das Verständnis von Tanz als Kunstform zu erweitern und seine medialen Bedingungen zu reflektieren.

 

CLÉMENT LAYES lebt und arbeitet seit 2008 als Choreograf und Performer in Berlin. An der Schnittstelle von Choreografie, Bildender Kunst und Philosophie nehmen seine Arbeiten ihren Ausgang in Beobachtungen des täglichen Lebens. Seine Performances werden international gezeigt. Zuletzt: Allege (2010), Der grüne Stuhl (2012), Things that surround us (2012), Dreamed Apparatus (2014), Title (2015), Onon (2017) und The Eternal Return (2017).


publicinprivate.com

Rose Beermann

ROSE BEERMAN wurde 1986 in Heidelberg geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und absolvierte im Anschluss die Ausbildung Dance Intensive an der Tanzfabrik in Berlin. Seit Oktober 2010 Teilnahme an dem Masterprogramm Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, welches sie Anfang 2013 erfolgreich abschloss. Sie lebt seit Ende des Studiums wieder in Berlin und arbeitet als Choreografin, Dramaturgin und Performerin.

 

rosebeermann.de

Sebastian Matthias

SEBASTIAN MATTHIAS studierte bis 2004 an der Juilliard School in New York und tanzte anschließend am Nürnberger Staatstheater und bei Hubbard Street Dance Chicago, USA. Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte er an der FU Berlin Tanzwissenschaft (MA,  2010) und beschäftigte sich gemeinsam mit Karin Hermes mit dem Tanzrepertoire des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vom Bauhaus beginnt die Beschäftigung mit Bewegungs- qualitäten, welche seine choreografische Arbeit bis heute prägt. 2009 war er Artist‐in-Residence im Rahmen von Pépinières européennes pour jeunes artists am LADMMI, Montréal und 2010 Residenzchoreograf am K3 | Tanzplan Hamburg. Seine Arbeit Tremor (2011) wurde mit dem Jurypreis der Sophiensæle beim 100° Festival 2011 ausgezeichnet und zur Tanzplattform Deutschland 2012 und ImPulsTanz eingeladen. Weitere Stückentwicklungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Theater Vorpommern (Nordische Weise, 2011),  dem NDR – das neue Werk und dem Ensemble Resonanz (2011). Seit März 2012 vertieft er seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranden-Stipendium am Graduiertenkolleg Versammlung und Teilhabe und weitet ihn auf partizipative Prozesse aus. An den Sophiensælen zeigte er außerdem Wallen (2012) Danserey (2013), Synekism/Groove Space (2014) und People looking at people looking at people (2016).

 

sebastianmatthias.com

Siegmar Zacharias

SIEGMAR ZACHARIAS arbeitet mit verschiedenen Formaten – Performances,  Lectures und Installationen – die sich mit der Neben- und Gegenüberstellung von Theorie und Material beschäftigen. Dabei changieren diese ästhetisch zwischen Arbeit und Humor, Do-It-Yourself Low-Tech und High-Tech. Gezeigt wurden ihre Arbeiten bereits national und international in Theaterhäusern und auf Festivals, in Galerien und Konferenzen, in Gewächshäusern, im Wald und im Himmel. Gegenstand ihrer Kunst sind die Fragen nach Co-Autorenschaft, der Rolle des Publikums, und der Bildung von affektivem Wissens- und Erfahrungsschatz. Zacharias ist Mitglied des Kollektivs SXS Enterprise und Mitbegründerin der künstlerischen Austausch- und Forschungsplattform WOW – WE WORK HERE. Neben ihrer Kunst ist sie ebenfalls als Dozentin tätig – u.a. am DasArts (NL), DOCH (SWE), am HZT Berlin und an der Folkwang Universität Essen. In den Sophiensælen zeigte Zacharias fear_lab (2006), wirkte u.a. an der Performance Platform. Body Affects (2005/2006) mit, entwickelte die Performance The Cloud: A Cosmo-Choreography (2015) und war an Give It Away! (2015) beteiligt.

 

siegmarzacharias.com

Simone Dede Ayivi

SIMONE DEDE AYIVI wurde in Hanau am Main geboren. Nach ihrem Kulturwissenschaftsstudium in Hildesheim inszenierte sie am postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße. Dort arbeitete sie mit Schauspieler*innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen sie im Alltag und am Theater konfrontiert sind. 2012 entwickelte sie die Performance Krieg der Hörnchen, in der sie die Verdrängung unseres Eichhörnchens durch das nordamerikanische Grauhörnchen in Bezug zur Migrationsdebatte, der Diskussion um Rassismus am Theater und ihrer eigenen afrodeutschen Biografie setzt. Ihre Arbeit Performing Back – eine zukünftige Erinnerungsperformance zur deutschen Kolonialgeschichte (2014) hatte im September 2014 an den Sophiensælen Premiere. 2016 zeigte sie First Black Woman in Space (2016) und 2017 die Perfomance Queens (2017) im Rahmen des The Future is F*E*M*A*L*E*-Festival.

Social Muscle Club

Der SOCIAL MUSCLE CLUB ist eine offene Einladung für eine sich stets entwickelnde Übung zur Stärkung unserer sozialen Muskeln. Der Club wurde 2012 initiiert als Reaktion auf persönliche Krisen und inspiriert von Menschen in Sheffield, einer Dokumentation über einen Arbeiter-Club, der seinen Mitgliedern Unterhaltung sowie finanzielle Versicherung ermöglichte. Jill Emerson, Jared Gradinger, Till Rothmund und Rahel Savoldelli haben einmal im Monat in ihrem Wohnzimmer geübt und entwickelten performative Methoden, um ihre eigene Ängste herauszufordern. Die Frage war und ist: Wie kann die Arbeit an sich selbst die Nachbarschaft, die Stadt, die Welt verändern? Der Social Muscle Club lädt seit 2012 mehrmals im Jahr zu seiner Tauschbörse in die Sophiensæle ein: Special feat. Diane's Dance Wars (2014), Neuländish (2016).

 

socialmuscleclub.de

Thorsten Lensing

THORSTEN LENSING (*1969) arbeitet seit Mitte der 1990 Jahre als freier Regisseur. Seine Inszenierungen entstehen als freie Produktionen mit Koproduktionspartnern wie u.a das Züricher Schauspielhaus, das Staatstheater Stuttgart, das Schauspiel Frankfurt, die Berliner Festspiele, das Grand Théâtre de Luxembourg, das Theater im Pumpenhaus Münster, Kampnagel Hamburg, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Sophiensæle Berlin. Lensings Inszenierungen sind stets hochkarätig besetzt. Er arbeitet u.a mit Ursina Lardi, Devid Striesow, André Jung, Josef Ostendorf, Viviane de Muynck, Ernst Stötzner, Lars Rudolph, Peter Kern, Sebastian Blomberg, Maria Hofstätter, Miriam Goldschmidt und Peter Kurth. In der Zeit von 1996 bis 2011 verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Jan Hein. Seine erste Inszenierung an den Sophiensaelen war Sweeney Agonistes (2000) gefolgt von Catharina von Siena (2001), König Lear (2002), Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl (2003), Schneewittchen von Robert Walser (2005). Im März 2008 feierte die Arbeit Onkel Wanja von Anton Tschechow in den Sophiensælen Premiere, im März 2011 die Produktion Brigitte Kronauer: Die Kleider der Frauen. Der Kirschgarten war die Eröffnungsproduktion nach der Teilsanierung der Sophiensæle im Dezember 2011. Die Produktion Karamasow wurde als beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung mit dem Friedrich-Luft-Preis 2014 ausgezeichnet.

 

Tian Rotteveel

TIAN ROTTEVEEL studierte Musikkomposition am Koninklijk Conservatorium Den Haag (NL) , Tanz an der SEAD (AU) und derzeit Choreografie am HZT Berlin. In seiner Arbeit ist Klang ein Prozess, der sich in Musik, in Sprache, aber auch bloß in schiere Empfindung materialisieren kann. Tian Rotteveel hat u.a. zusammengearbeitet mit: MAE-Ensemble, Rosa Ensemble, Igor Dobricic, Diego Gil, David Zambrano, Jeremy Wade, Lea Martini und Kristina de Châtel. In den Sophiensælen zeigte er Soulqueezing (2012), Golden Game (2015) und Heartcore (2016).

Turbo Pascal

Turbo Pascal war zuletzt mit Algorithmen (2014/15) und Selbstbeschwichtigung (2016) in den Sophiensælen zu sehen. Turbo Pascal wurde in Hildesheim gegründet, ist seit 2008 in Berlin aktiv und besteht aktuell aus Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Angela Löer, Margret Schütz, Friedrich Greiling, Janina Janke und wiederkehrenden Gästen und Freunden. Die Gruppe übersetzt virtuelle Welten – digitale Prozesse ebenso wie innere oder imaginäre Denkprozesse - in räumliche Situationen, in analoge Sprech- und Interaktionsweisen, in Szenarien zwischen Performer_innen und Publikum.


turbopascal.info

Vanessa Stern

VANESSA STERN wurde 1976 in Graz, Österreich geboren. Sie studierte an der UdK Berlin Schauspiel, arbeitete fünf Jahre am Schauspiel Köln, wo sie 2005 zur besten Nachwuchsschauspielerin NRWs gewählt wurde. Seit 2007 arbeitet sie frei in Berlin, u.a. mit Lubricat, Ulf Otto, Ingrid Lausund und Daniel Cremer. 2008 folgte ein Stipendium beim Forum junger Theaterschaffender des Theatertreffens; 2010 erhielt sie ein zweieinhalbjähriges Stipendium an der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK mit ihrem Projekt Heulen kann jede. Weibliche Komik in der Krise, in dem sie geschlechtsspezifische Zugänge zu Komik erforscht. Es folgte die Eröffnung des Krisenzentrums für weibliche Komik mit der Reihe La dernière crise – Frauen am Rande der Komik im Theaterdiscounter. Seit November 2011 präsentiert sie La dernière crise (2011) alle zwei Monate in den Sophiensælen. Im Herbst 2012 hatte Das Kapital der Tränen (2012) im Hochzeitssaal Premiere und wurde für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Im August 2013 wurde sie in der Zeitschrift zitty zu einer der zehn aufregendsten jungen Schauspielerinnen Berlins gewählt. 

 

heulenkannjede.de


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