Christian von Borries kreiert in Kooperation mit den sophiensælen seit Jahren eine beständige Weiterentwicklung seiner Konzepte MUSIKMISSBRAUCH und PSYCHOGEOGRAPHIE. Von Borries verweigert sich den Abläufen des konservativen Musikgeschehens und politisiert, indem er musikalische Strukturen und traditionelle Aufführungsbedingungen aufbricht. "Debussy remixed", "Schubert musikalisch reinstalliert" - Musik wird nicht als ihre Partitur verstanden, von Borries' Instrumentalisierung ist ihr "Missbrauch". Symphonische Musik wird "outgesourct". Statt vor der Bühne oder dem Orchestergraben finden sich die Zuhörer in ebenso spektakulären wie umstrittenen Räumen, dem entkernten Palast der Republik beispielsweise oder der Cargo-Lifter-Halle in Brandenburg. Musik wird bei Christian von Borries zum konkreten Stoff politischer Räume.
www.masseundmacht.com
Christoph Winkler lebt seit 1998 als freischaffender Choreograf in Berlin, seit 1999 ist er artist in residence in der Tanzfabrik Berlin. Prämisse seiner Arbeiten ist es einen "Standpunkt innerhalb von Tanz" einzunehmen und so zu versuchen, zum "Wesenhaften" dieser Kunst- und Ausdrucksform vorzustoßen. Tanz ist für Winkler als "Multitude von Bewegung" zu denken und die Vielfalt der daraus sich ergebenden strukturellen Fragen zu akzeptieren. Vor der Präsentation größerer Arbeiten war Winkler bereits 2001 im Rahmen der Tanztage Berlin in den sophiensælen zu sehen. 2004 entstanden zwei Arbeiten an den Sophiensælen "Homo Sacer" und "Triple Bill". Der Abend "Triple Bill" umfasst drei verschiedene von Winkler choreografierte Stücke, deren Verbindung in der Auswahl von bekannten Werken der Musik und literarischen Figuren besteht. 2005 entstand "Lazarus Sign", 2006 folgte "Who by fire" und 2007 hatte "Tales Of The Funky - B-Boys & Break-Girls" Premiere. 2009 war "Saal A" im Hochzeitssaal der sophiensæle zu sehen, außerdem feiert im Herbst das stück "A Taste of Ra" seine Premiere. Im Juni 2010 ist "Biopics" zu sehen und Oktober 2010 hat "Taking Steps", ein Stück über den Wechsel von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft, Premiere in den sophiensælen. Im Rahmen einer Werkschau im April 2011 zeigt Christoph Winkler Wiederaufnahmen von "Taking Steps", "Eine Geschichte" und seine neueste Arbeit "Böse Körper".
www.christoph-winkler.info
Clemens Schick wurde 1972 geboren. Er studierte an der Berliner Schule für Schauspiel und erhielt u.a. Engagements am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspiel Frankfurt, dem Schauspielhaus Wien, der Schaubühne Berlin, den sophiensælen, auf Kampnagel, am Renaissance Theater, am Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben seiner Theaterarbeit dreht er für Film und Fernsehen, so spielte er u.a. den Handlager des Schurken im ersten James Bond mit Daniel Craig. Von 2002 bis 2006 gehört er zum Ensemble des schauspielhannover. Sein Stück „Windows“ läuft seit 2008 mit großem Erfolg und zahlreichen Wiederaufnahmen an den sophiensælen.
www.clemensschick.com
Club Real ist eine österreichische KünstlerInnengruppe, die seit 2000 in Berlin arbeitet. Club Real experimentiert mit Berührungspunkten zwischen Kunst und kulturellen Praktiken wie z.B. Sport, Totenkult und Arbeitswelt. Die Projekte werden für spezielle Orte entwickelt und beinhalten Nutzungsmöglichkeiten und Erzählungen, die ein erweitertes Verständnis der Realität des Ortes anstreben. Präsentationsformen und Arbeitstechniken werden dementsprechend jedesmal neu ausgewählt, kombiniert und erfunden. Die Spannung zwischen der künstlerischen Form und der jeweiligen Alltagswelt wird im Ereignis selbst zur Darstellung gebracht. Für das jüngste Projekt „Die Eiserne Kirche“ baute Club Real im Dezember 2008, im Rahmen des Festivals „Dein Wort in Gottes Ohr“ von ausland und sophiensæle, eine Kirche in den Hof der sophiensæle.
David Marton, geboren 1975 in Budapest, studierte von 1994 bis 1999 Klavier an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und an der Universität der Künste Berlin sowie Dirigieren und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin. Seit 2003 arbeitet er an eigenen Musiktheaterprojekten. An den sophiensælen inszenierte er “Nackt entblößt, sogar” (2004), “Fairy Queen oder Hätte ich Glenn Gould nicht kennen gelernt” (2005, Gastspiele an der Schaubühne am Lehniner Platz und beim Zürcher Theaterspektakel 2006 sowie beim Impulse-Festival 2007) und „Der feurige Engel“ (2006, Gastspiel auf Kampnagel Hamburg). Außerdem zeigte er am Maxim Gorki Theater “Lukullus-Etüde” (im Rahmen von “40 Jahre DDR” 2005) und „Café Vaterland“ (2007) sowie „Wozzeck“ an der Volksbühne Berlin (2007). Daneben arbeitet er als Bühnenmusiker an der Volksbühne („Meistersinger“ u.a.), der Schaubühne am Lehniner Platz und dem Maxim Gorki Theater. Seine letzte Arbeit „DON GIOVANNI. keine Pause“ hatte im April 2008 in den sophiensælen Premiere und ist derzeit auf Tour.
Thomas Plischke und Dr.in Kattrin Deufert arbeiten seit 2003 als Künstlerzwilling deufert +plischke an verschiedenen Theaterprojekten, Dia- und Video-Installationen sowie Text- und Video-Publikationen. Sie unterrichten Komposition und Dramaturgie an der Universität Hamburg sowie an europäischen Kunsthochschulen. Im Jahr 2006 waren sie GastprofessorInnen im Studiengang Performance Studies Hamburg, im Jahr 2008 übernahmen sie die Gastprofessur am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Herbst 2007 gründeten sie gemeinsam die „Gemeinschaftspraxis e.V.“. Seit 2001 entstanden die Bühnenstücke "inexhaustible (RW)" (2003), "Sofia Sp – science is fiction" (2004), "As if (it was beautiful)" (2004), „Ich lebe selbst in (diese Stadt)“ (2007), die Trilogie "Directories" (2003-6) sowie „Reportable Portraits“ (2007). An den sophiensælen waren zudem "Anarchiv #1: I am not a zombie" (2009) und "ANARCHIV #2: second hand" (2010) zu sehen.
de-de.facebook.com/people/Deufert-Plischke
Frédéric Gies, geboren 1973 in Frankreich, arbeitete nach einer klassischen und zeitgenössischen Ausbildung mit verschiedenen französischen Tanzkompanien und Choreographen. 1995 kreierte er das Duo „Because I love“ zusammen mit Odile Seitz. Seit 1998 arbeitete er in Kollaboration mit Frédéric De Carlo. Es entstanden die Performances À tu et à toi (TCD, Paris) „Le principal défaut” (CND, Paris), „Le principal défaut – solo” (Tipi de Beaubourg, Paris), „En corps” (CND, Paris), „Post porn traffic” (Macba, Barcelona), „In bed with Rebecca” (Vooruit, Gent ), „(don't) Show it!” (Scène Nationale, Dieppe), „Second hand vintage collector (sometimes we like to mix it up!)” (ausland, Berlin). Seit 2004 arbeitet er als 'Coach' für Good Work („California Roll“). Seit diesem Jahr entstanden mehrere Solo-Performances. Derzeit arbeitet er an seinem dritten Solo „Dance“ und an einem Kollaborations- und Rechercheprojekt, Praticable, gemeinsam mit Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Isabelle Schad und Odile Seitz. Die Gruppenversion von „Dance (Praticable)“ hatte 2008 an den sophiensælen Premiere. Frédéric Gies lebt und arbeitet in Berlin. Im Herbst 2008 hat die Gruppenfassung von "Dance (Praticable)" im Festsaal der sophiensæle Premiere, im Herbst 2009 präsentierte er sein jüngstes Solo "Album (Praticable)". Im Dezember 2010 entwickelte und performte er gemeinsam mit Thiago Granato und Jefta van Dinther das Stück "Kneeding".
www.myspace.com/fredericgies
Gesine Danckwart, geboren 1969 in Elmshorn und aufgewachsen auf dem Land bei Lübeck, arbeitete in verschiedenen Funktionen an Theatern in Wien, Mülheim und Berlin. Neben dem Studium der Theaterwissenschaft gründete sie eine Spielstätte für freies Theater in Berlin Moabit, hier entstanden Performance-Regiearbeiten und interdisziplinäre Projekte. Gesine Danckwart lebt und arbeitet als Theatermacherin und Autorin in Berlin. Ihre Stücke werden im In- und Ausland gespielt, als Hörspiele produziert und sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Als letzte Projekte realisierte sie in Berlin „Kater in Hotels“ in den sophiensælen (2003), die Videoinstallation „Goldstaub“ im Palast der Republik (2005), „Soll:Bruchstelle“ im HAU (2005), „Und morgen steh ich auf“ am Maxim Gorki Theater (2006). 2007 entstand der Film „Umdeinleben“ und ein Projekt zwischen Berlin und Suzhou/China – „Ping Tan Tales“, das 2008 in den sophiensælen Premiere hatte. 2009 entstand das vielbeachtete Stück „Auto“ im HAU.
Seit 2005 arbeiten die Theaterregisseurin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen zusammen. Mit einem deutsch-afrikanischen Darstellerteam verwirklichen sie Produktionen an freien Spielstätten und Theatern, Galerien und Museen, sowie im öffentlichen Raum im Bereich Theater, Tanz und Performance. Mit „Othello c’est qui“ gewannen sie 2009 den Preis des Festivals Impulse. 2010 erhielten sie den George Tabori Förderpreis und wurden zur Tanzkompanie des Jahres gewählt. Zusammen entwickelten sie unter anderen die Stücke „Logobi 01- 05“ (2009-10, Logobi 05: Faust Preis für Richard Siegal 2010), „Betrügen“ (2009), „Très trés fort“, das Theaterfestival „Abidjan Mouvement“ (2009 Abidjan, Côte d’Ivoire), „7%Hamlet“ (Deutsches Theater Berlin 2009), das Theaterfestival "Rue Princesse" (2010 Abidjan, Côte d’ Ivoire, HKW Berlin, Kampnagel Hamburg ) „Die Gesellschaft des Bösen“ (2010), „Eleganz ist kein Verbrechen" (2010 Schauspielhaus Bochum), „Erleide meine Inspiration“ (2010 FFT, Ringlokschuppen Mülheim, Pumpenhaus Münster, WUK Wien) und „Warum Gott Afrika verlassen hat“ (2010 Theaterdiscounter Berlin). Mit ihren Arbeiten wurden sie 2009 zum Impulse Festival, zur Tanzplattform Nürnberg und zum Zürcher Theaterspektakel, sowie 2010 zum Berliner Theatertreffen und den Wiener Festwochen eingeladen. Neben ihren Bühnenformaten kuratieren sie gemeinsam auch Ausstellungen, etwa im Kunsthaus Dresden oder in der Düsseldorfer Galerie Thomas Flor. 2010 produzierten sie die CD "Rue Princesse" unter anderem mit "Totaler Spinner" (Carsten "Erobique" Meyer, Jacques Palminger, Elvis Seconde, Shaggy Sharoof, veröffentlicht durch "Staatsakt") und "Love bites Abidjan" (Bebi Philipe, Gadoukou la Star, Melissa Logan (Girl Monster, Chicks on Speed), Nadine Jessen), sowie „Hell before Hell“ (SKelly, Melissa Logan, Ted Gaier, Champy Kilo) und „Fashion“.
www.gintersdorferklassen.org
Das junge Wiener Performance-Kollektiv God‘s Entertainment macht seit mehreren Jahren mit politisch und sozial aufgeladenen Performances und Aktionen von sich reden. Mit ihren radikalen Ansätzen suchen sie nach neuen spannungsreichen Kraftfeldern in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räumen, Themen, Strukturen und Formen außerhalb theatralischer Konventionen. Aus diesem künstlerisch-sozialen Geflecht entstehen dabei, oft unter Einbeziehung des Publikums, soziale Plastiken von großer Schärfe. Zuletzt zeigten sie im Rahmen des Freischwimmer-Festivals 2008 ihre Produktion „Europa - Schön, dass Sie hier sind!“ in den fünf beteiligten Theaterhäusern (brut Wien, sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, Forum Freies Theater Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich).
gods-entertainment.org
Bernhard Herbordt (*1978 in Würzburg) und Melanie Mohren (*1979 in Bonn) sind AbsolventInnen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen. In der Zusammenarbeit beider entstehen interdisziplinäre Theaterarbeiten, Hörspiele, Installationen und Performances. Letzte Arbeiten waren im Jahr 2007 im Rahmen von Irrfelsen Stuttgart „Die Erinnerung ist auf der Reise wie ein schöner Prinz“ (in Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart) und im Jahr 2008 in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes G. Seidl im Rahmen des Fonds Experimentellen Musiktheaters in NRW „Von Mücken, Elefanten und der Macht in den Händen“ am Theater Bonn in Kooperation mit Kampnagel Hamburg und ZKM Karlsruhe. Die Produktion wurde mit dem Förderpreis der Beethovenstiftung Bonn ausgezeichnet und vom ITI-Germany zum internationalen Treffen MusicTheatreNow im November 2008 ins Radialsystem eingeladen. Im Juni 2008 fand zudem die Premiere von „Wie man ein Loch in den Himmel macht“ in Koproduktion mit sophiensæle Berlin und in Kooperation mit Kampnagel Hamburg statt. Ein Arbeitsstipendium der NRW-Hörspielförderung ermöglicht Babels Bau. 2008/2009 sind Herbordt / Mohren StipendiatInnen der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und inszenieren und programmieren dort die Ausstellung „Dealing with Fear“ als Auftakt ihrer neuen Arbeitsreihe „Alles was ich habe“. Im Rahmen des Utraschall-Festivals 2010 zeigen Herbordt / Mohren gemeinsam mit Burkhard Friedrich und dem ensemble Intégrales das Neue-Musik-Theaterstück "Galaxy Hotel [play for music]". Im Juni 2010 startete ihre Reihe "Alles was ich habe" mit der performativen Installation "Alles was ich habe #1: Arbeit". 2011 im Juni ist "Alles was ich habe #4: Reden" in Kooperation mit den sophiensælen zu sehen.
Isabelle Schad studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart, im Anschluss tanzte sie sechs Jahre für verschiedene klassische Kompanien, bevor sie Mitglied von Ultima Vez in Brüssel wurde und mit ChoreografInnen wie Olga Mesa, Angela Guerreiro, Felix Ruckert oder Eszter Salamon arbeitet. Seit 1999 hat sie zahlreiche eigene Projekte in enger Zusammenarbeit mit ChoreografInnen, PerformerInnen, MusikerInnen und Visual Artists entwickelt, die in Theatern, Galerien und auf Festivals international gezeigt werden. Sie entwickelte im Rahmen der Good Work-Reihe mit Bruno Pocheron und Ben Anderson verschiedene Projekte und kreierte zuletzt ein Stück in Zusammenarbeit mit Germana Civera und Laurent Goldring (Festival Montpellier Danse) und ein Solo in Zusammenarbeit mit Dalija Acin. Sie leitete das Mentoring Projekt Tanztage Berlin 2007 und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien sowie Artist-in-Residence Aufenthalte, u.a. im Podewil Berlin und de Monty Antwerpen. Isabelle Schad ist Teil des Projektes Praticable von Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz. An den sophiensælen war sie 2007 gemeinsam mit Good Work und ihrer Produktion „Still Lives – Berlin“ zu sehen. 2009 und 2010 haben verschieden Fassungen ihrer Zusammenarbeit mit Laurent Goldring hier Premiere: "Unturtled" und "Unturtled # 2". Mit Musik (Praticable) ist Isabelle Schad im Mai 2011 in den sophiensælen zu Gast.
www.isabelle-schad.net
Jochen Roller, 1971 in Berlin geboren, studierte klassisches Ballett an der Deutschen Oper Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Choreografie am Laban Centre London. Seit 1997 entwickelt er auf Kampnagel Tanz-Performances, unter anderem die Solo-Trilogie „perform performing“ (2002 – 2004), die Gruppenstücke „Around the World“ (2002) und „mindgarden“ (2004), die kmh-Reihe „nouvelles frontières“ (2001) und die Duette „abgepaust“ (2001) und „Kojote“ (2006). Seine Produktionen touren weltweit und wurden zu den Deutschen Tanzplattformen 2004 und 2006 eingeladen. Seit der Spielzeit 2007 / 2008 kuratiert er gemeinsam mit Anne Kersting das Tanzprogramm von Kampnagel. Zuletzt präsentiert er seine Produktion „Things I Say for Money“ und seine jüngste Performance „JANCLOD! –être aware and beyond-“ als Koproduktion mit Kampnagel. „JANCLOD!“ war 2008 im Hochzeitssaal der sophiensæle zu sehen. Gemeinsam mit dem Performancekünstler Florian Feigl setzte er sich in "- VOID -" mit Fälschung und Macht guter Geschichten in der Kunst auseinander. Das Stück hatte im August 2010 an den sophiensælen Premiere.
www.jochenroller.de
Geboren 1974 in Heidelberg, lebt und arbeitet als freie Regisseurin in Berlin. Sie studierte Theaterwissenschaft und Sozialpädagogik in Leipzig und war von 2002 bis 2005 Regieassistentin am schauspielfrankfurt. Dort erstellt sie zwei eigene Arbeiten „Hund, Frau, Mann“ und „Pro Familia Teiresias“. Weitere Inszenierungen wurden in den sophiensælen Berlin („Minusvisionen“ und „Bier für Frauen“), am Maxim Gorki Theater („Die Feuerrote Blume“), am Theater Osnabrück („Minusvisionen“) und am Theater Heidelberg („Helden reisen ins Glück“ und „Die Fetten Jahre sind vorbei“) gezeigt. 2009 eröffnete sie die gemeinsam mit Michael Böhler die Spielzeit 2008/09 mit ihrer Inszenierung von „Der Lohndrücker“ von Heiner Müller.
Laurent Chétouane, geboren 1973 in Soyaux/Frankreich, absolviert zunächst ein Ingenieursstudium in Bordeaux, Rouen, Cleveland (USA) und Dortmund. Anschließend studiert er Theaterwissenschaft an der Sorbonne (Paris) und Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zahlreiche Sprechtheater-Inszenierungen an großen deutschen Bühnen. Seit 2006 arbeitet Chétouane parallel an Projekten mit TänzerInnen. An den sophiensælen beschäftigt er sich in den "Tanzstücken" mit der Bühnenwirkung klassischer Texte und verhandelt dabei Autoren wie Goethe, Heiner Müller oder Hölderlin. Für "Tanzstück #1 : Bildbeschreibung von Heiner Müller" erhält Chétouane 2008 die Auszeichnung "Wild Card" der RUHR.2010 GmbH, verbunden mit einer Residenz in Istanbul. Im November 2010 war Laurent Chétouanes mit "Tanzstück #4: leben wollen ( zusammen )" zu Gast in den sophiensælen. Sein neues Stück "Horizon(s)" feierte im Mai 2011 Premiere in den sophiensælen.
www.laurentchetouane.com
Martin Nachbar, Jahrgang 1971, wohnhaft in Berlin, ist Tänzer und Choreograph und schreibt unregelmäßig für diverse europäische Tanz und Theater Magazine (etcetera, Brüssel; Dance Theatre Journal, London; ballettanz, Berlin). Seine Ausbildung erhielt er an der School for New Dance Development (Amsterdam), in New York und an P.A.R.T.S. (Brüssel). Er war Mitbegründer des Kollektivs B.D.C./Plischke, für das er u.a. den Tanzzyklus Affectos Humanos von Dore Hoyer rekonstruierte. Als Tänzer arbeitete Nachbar u.a. mit Les Ballets C. de la B., Vera Mantero, Meg Stuart, Nicole Beutler, Carlos Pez, Thomas Lehmen und Joachim Schlömer. 2007 entstanden folgende Arbeiten: „looking for johnny – ein Expeditionsstück“ (in Kooperation mit pvc, Stadttheater Freiburg), „-stutter“ (in Kooperation mit Schillertage, Mannheim) und „Repeater – Tanzstück mit Vater“, das durch Deutschland und Europa getourt ist. 2008 komplettiert Martin Nachbar die 1999 begonnene Rekonstruktion der Affectos Humanos und bindet sie in eine neue Inszenierung, „Urheben Aufheben“, ein. Diese zeigt Nachbar 2008 an den sophiensælen. Im selben Jahr beginnt er den zweijährigen Master of Choreography, Amsterdam. Seit Januar 2009 Zusammenarbeit mit der französischen Choreografin Martine Pisani, deren gemeinsames Stück "one shared object. PROFIT AND LOSS" wenige Monate später an den sophiensælen Premiere hat. Mit Benjamin Schweitzer ist er im Oktober 2010 mit der Premiere der gemeinsamen Produktion "nach Hause" in den sophiensælen.
Der in Belgien geborene Choreograf und Regisseur Michael Laub gründete 1981 die Gruppe Remote Control Productions und arbeitet mit ihr an den Schnittstellen von Theater, Tanz, Stimme und Film, deren Wirkungsweisen er auf die Bühne zu übertragen sucht. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht die Erforschung von Bewegung und gesprochener Sprache. 2006/07 ist Michael Laub Gast des Berliner KünstlerInnenprogramms des DAAD und hat die Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance an der Freien Universität Berlin inne. Jüngste Arbeiten u.a. “PORTRAIT SERIES BERLIN. PROFESSIONAL AND NON-PROFESSIONAL DANCERS“ in Koproduktion mit Tanz im August 2007 und mit Unterstützung von TanzWerkstatt Berlin/Kulturprojekte Berlin (Uraufführung sophiensæle). Im Februar 2010 hatte "Death, Dance and Some Talk" im Festsaal der sophiensæle Premiere.
www.michael-laub.com
Die Performancegruppe Monster Truck wurde 2005 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen gegründet und besteht zurzeit aus Manuel Gerst, Matthias Meppelink, Sahar Rahimi, Cecilie Ullerup Schmidt und Ina Vera. Monster Truck arbeitet in den Bereichen Performance, Video und Bildende Kunst. Die Gruppe versteht sich als Kollektiv, alle Mitglieder sind als Performer auf der Bühne, führen Regie und entwickeln das Konzept. Mit ihrer Freischwimmer-Produktion „Live tonight“ von 2006 (eine Koproduktion von sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich im Rahmen von Freischwimmer) wurde Monster Truck u.a. eingeladen zum deutsch-polnischen „Unithea-Festival“ Frankfurt/Oder, zum MIST-Festival in Manchester, zum Impulse-Festival 2007 und zum Spielart-Festival München. 2008 hatte ihre Produktion „Comeback“ an den sophiensælen Premiere. Im Oktober 2010 kehrten sie gemeinsam mit Charsoo mit der Premiere von "Price of Persia" an die sophiensæle zurück.
Nico and the Navigators beschäftigen sich mit den existentiellen Rätseln des Alltags, zeigen sie in all ihrer Skurrilität und geben uns den Mut zurück, über uns selbst zu lachen. Wie in einer musikalischen Komposition entwickelte Regisseurin Nicola Hümpel rhythmisierte Bewegungs-, Klang-, und Sprachstrukturen, die den Blick des Zuschauers auf den eigenartigen Zauber und Schrecken des menschlichen Wesens lenken. Nico and the Navigators entdecken die Welt des menschlichen Miteinanders jenseits der sprachlichen Vermittelbarkeit wieder, sie schaffen es, ihr Geheimnis zu wahren und es doch mit großzügiger Komik und feiner Ironie zu formulieren. 2004 haben sich Nico and the Navigators auf der Basis ihrer bisherigen Arbeit zu neuen Ufern aufgemacht: In den sophiensælen präsentierte sich eine Company mit neuer internationaler Besetzung. Die Resonanz, die aber auch die wieder aufgenommenen Stücke der Navigators beim Berliner Publikum erzielen, ist enorm und zeugt von der Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Arbeiten.
www.navigators.de
NOVOFLOT ist eine freie Opernkompanie in Berlin. Seit der Gründung 2002 hat das Team zunächst mit den Inszenierungen von Ernst Kreneks Glockenturm und Tommaso Traettas Antigone in den Sophiensælen auf sich aufmerksam gemacht. Für die Opernsaga Kommander Kobayashi entwickelte NOVOFLOT ein neues Format, mit dem neue Produktionswege und Konzepte für die zeitgenössische Oper gesucht und getestet wurden: In einer Serie von Auftragswerken verschiedener internationaler Komponisten entfaltet sich die Odyssee des Kommander Kobayashi durch unbekannte wie nahe liegende Welten – zugleich eine Reise in das hybride Universum zeitgenössischer Oper. Insgesamt wurden für Kommander Kobayashi 6 Opern und 4 Kurzopern komponiert und in drei Staffeln zwischen Januar 2005 und September 2007 uraufgeführt. Produktions- und Spielorte der Saga waren die Berliner Sophiensæle, das UltraSchall Festival, die Hamburgische Staatsoper, das Festival Warschauer Herbst / Teatr Wielki, das Théâtre National du Luxembourg und das Tráfo in Budapest.
Derzeit arbeitet NOVOFLOT unter dem Titel WAS WIR FÜHLEN an einer dreiteiligen Reihe zu den Affekten in der Oper. Der erste Teil widmete sich der Angst und wurde unter dem Titel Scream Queen im September 2008 in den Sophiensælen uraufgeführt. Die weiteren Teile zu den Gefühlszuständen Erschöpfung und Glück entstehen im Herbst 2010. Im September 2010 hat "Was wir fühlen #2: Erschöpfung" in den sophiensælen Premiere. Im Dezember 2009 erfolgte eine szenische Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium im Berliner Radialsystem ·V·. "Was wir fühlen#3: Glück" hatte im Februar 2011 Premiere.
www.novoflot.de
Der promovierte Literaturwissenschaftler Oliver Sturm ist Lektor, Übersetzer, Journalist, Autor und Regisseur. Er war als Dramaturg sowohl für die Hörspielserie „Der Herr der Ringe“ am SWF als auch für das Ballett der Deutsche Oper am Rhein und der Deutsche Oper Berlin tätig. Nach Lehraufträgen am Institut für Theaterwissenschaften der Humboldt Universität arbeitet er seit 1996 als freier Regisseur, insbesondere für zahlreiche Hörspielproduktionen der ARD (Jeff Koons, Durchgangsverkehr). 1997 inszenierte er Samuel Becketts Quadrat 1+2 am Krakauer Teatr Bückleina. In den Jahren 2002/03 war er Leiter der Woche des Hörspiels in der Akademie der Künste. 2006 realisierte er an den sophiensælen den viel beachteten Beckett Abend RESIDUA. 2008 erzielte seine Inszenierung von Werner Fritschs „Nico. Sphinx aus Eis“ höchste Aufmerksamkeit in den Medien und wurde zu einem großen Publikumserfolg.
Siegmar Zacharias ist in Siebenbürgen, Rumänien, geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg, London und Berlin, und hat bei DasArts (de amsterdamse school advanced research in theater and dance studies) in Amsterdam graduiert. Ihre Arbeiten umfassen Theater-, Tanz-, Konzert- und Lecture-Performances, die in Berlin, Amsterdam und Melbourne gezeigt wurden. Seit einigen Jahren recherchiert sie künstlerische Formate, mit denen sie die Zuschauerposition in Frage stellt. In Zusammenarbeit mit den sophiensælen hat sie mehrere internationale Koproduktionen realisiert: "Dracula 89/03" (2003), eine Residency mit der Kompanie Danceworks Melbourne für die Produktion "The View From Here" (2005) sowie "fear_lab" mit Filmemacher Xander de Boer und Musiker Steven Heather (2006).
theater konstellationen wurde 1999 als Produktionsplattform für freie Projekte im Bereich der darstellenden Künste gegründet. Die in Deutschland und in der Schweiz tätige Gruppe legt den Fokus ihrer Arbeit auf das Experimentieren mit vielfältigen theatralen Mitteln. Der Schwerpunkt dieses Experimentieres ist die im besten Sinn des Wortes „eigenartige“ Kombination von Sprechtheater und Musik. So entstanden in den letzten Jahren Produktionen im Grenzbereich zwischen Theater und Installation (In Grossmutters Haus / ALPINARIUM_3 / CAN_YOU_HEAR_ME?), Puppentheaterstücke verbunden mit Schauspiel (Heidi, das Original / Adam Geist / Hausneurose), Live-Hörspiele (Vrenelis Gärtli / Hätte klappen können), sowie eigene Romanadaptionen in Form von Theaterstücken mit Musik (Quatemberkinder / Vrenelis Gärtli). Ab März 2012 wird "Die Fledermaus - Operette für vier Schauspieler und zwei DJs" an den Sophiensaelen zu sehen sein.
Die Arbeiten von Theater T1 sind seit Oktober 1998 in den Sophiensælen zu sehen. Die bis 2001 realisierten Produktionen wurden über Projektförderungen und Koproduzenten finanziert. 2002/03 hat das Theater T1 Basisförderung von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur erhalten, womit – in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und den Sophiensælen - Shakespeares "König Lear" (05/2002) und "Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl" (2003) von J.N. Nestroy realisiert wurden. Die Inszenierungen wurden mehrfach zum Theaterfestival IMPULSE und dem Akzente-Festival in Duisberg eingeladen. Für die Spielzeit 2005/06 erarbeiteten Lensing und Hein das Dramolett "Schneewittchen" von Robert Walser (Koproduktion Sophiensæle, Theater am Neumarkt, Zürich, Theater im Pumpenhaus, Münster). Im März 2008 hatte die Arbeit "Onkel Wanja" von Anton Tschechow in den Sophiensælen Premiere (Koproduktion Theater im Pumpenhaus Münster, sophiensæle Berlin, Theater am Neumarkt Zürich / Zürcher Festspiele, kampnagel Hamburg und schauspielfrankfurt). Im März 2011 feierte "Brigitte Kronauer: Die Kleider der Frauen" Premiere.
Entdeckt und gefördert von den Tanztagen Berlin begann die Zusammenarbeit zwischen der Choreografin Angela Schubot und dem Schauspieler Martin Clausen 2000 mit dem Duett Two Fish und setzte sich 2002 mit dem Wohnungstanzstück "Christiane Müller, Gabriel-Max-Str. 2, 1.OG links" fort. Two Fish ist am ‚Schnittmengenhaften menschlicher Persönlichkeiten' und dessen Auswirkungen interessiert: "Aus wem bestehe ich, wer spukt in mir, und was macht das mit mir? Was bewirkt die Diskrepanz zwischen meinen unbewussten und meinen mir bewussten Selbstbildern? Und was bedeutet das für die Bilder, die ich mir von anderen oder Gruppen oder äußeren Zusammenhängen mache? Was für ein Kampf entsteht, wenn sich der Rhythmus oder die für sie notwendige Statik meiner Realitäts-Entwürfe durch die Begegnung mit (einem) Anderen verändern, und welche Geschütze fahre ich gegen solche Veränderungen auf? Welche Waffen habe ich für diesen Fall griffbereit in meine Nachttischschublade gelegt? Wer hat sie mir gegeben?" Einen Spezialität von Two Fish ist die Bespielung nicht-theatraler, respektive alltäglicher Räume wie privater Wohnungen. 2003 zeigten die sophiensæle im Rahmen der Nachwuchsplattform "Ausser Atem" das Stück "Frau Malchert se déchaine", das anlässlich des Festivals "Körperstimmen" im Podewil entstanden war. 2004 entstand "Christiane Müller zieht um", ebenfalls ein Wohnungsstück, dessen Bühnenfassung in den sophiensælen im Februar 2005 erarbeitet und präsentiert wurde. Martin Clausen erarbeitet an den sophiensælen im Rahmen der Nachwuchsplattform "Freischwimmer 2005" das Projekt "Kann man können wollen". Im März 2007 zeigte Two Fish "Sixpack vs. Festival", im September des selben Jahres "progressive negative capability". Im Dezember 2009 zeigten Two Fish gemeinsam mit dem Münchner PATHOS transport theater die Produktion "Woran ich merke, was für ein Viech ich bin". Für Oktober 2010 steht - zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Kompanie - die Wiederaufnahme des Stücks "Christiane Müller zieht um" an.
www.twofish.info
Der junge Regisseur Ulf Otto startete seine Regielaufbahn an den sophiensælen. Im Rahmen des Festivals "Ausser Atem - Die Plattform für den Theaternachwuchs" (heute: "Freischwimmer") inszeniert er 2003 die Spiderman-Adaption "Die Spinne und ich". Seither ist er eng mit den sophiensælen verbunden. Die Inszenierung "Kohlhaaskomplex 04.1" realisierte er mit Unterstützung der Sophiensæle und aus eigenen Mitteln eigens für "100° Berlin. Das lange Wochenende des freien Theaters" im Januar 2004. Seine Produktion "Wilde Schafsjagd" (2005) nach dem gleichnamigen Roman von Haruki Murakami wurde sowohl vom Publikum wie auch von der Presse mit großer Begeisterung aufgenommen. 2008 hat "Die Zeit, die bleibt" an den sophiensælen Premiere, 2010 wird wieder eine Produktion von Ulf Otto zu sehen sein.
Nach Harold Pinters "Betrogen", einer Koproduktion mit den sophiensælen in der Staatsbank, zeigte Ulrich Rasche im Frühjahr 2004 seine Inszenierung "231, East 47th Street" im Festsaal der sophiensæle. Im Oktober 2004 realisierte Rasche "Singing! Immaterielle Arbeit" im Rahmen des Projektes Volkspalast im Palast der Republik. Andy Warhols legendäre Fabrik, zum Politikum gewordener Ort reger Legendenbildung oder historische Arbeiterlieder in Konfrontation mit Maurizzio Lazzaratos soziologischen Überlegungen zu immaterieller Arbeit - Uli Rasche setzt sich immer wieder mit politisch-historischen Themen auseinander. Seiner Arbeit eignet ein ganz eigener, zugleich formaler und hochgradig sinnlicher Zugang. Charakteristisch ist dabei Rasches interdisziplinärer Ansatz, der aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern wie Monica Bonvicini, Musikern wie Ed Osborn, Ekkehard Ehlers und Bernadette La Hengst sowie Tänzern und Choreografen resultiert. 2006 bearbeitete Rasche den Roman "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. für die sophiensæle. 2010 hat im Hochzeitssaal der sophiensæle "Die Entführung aus dem Serail. Ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart" Premiere, die ein euphorisches Presse-Echo zur Folge hat.
White Horse ist ein von Christoph Leuenberger, Lea Martini und Julia Jadkowski gegründetes Kollektiv, dem die Erforschung heiler und anderer Realitäten am Herzen liegt. Orte dieser Tätigkeit sind zurzeit Amsterdam, Berlin und Odessa. Sie verstehen sich als Laboratorium, in dem stets neu ausgelotet wird, wie Theater zu einem Ort sensibilisierter Wahrnehmung werden kann. Unmittelbares Medium ist ihnen dabei der Körper als Resonanzort und fehlbarer Seismograph widersprüchlichen Zeitgeschehens. Alle drei studierten unter anderem an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam und haben ein Faible fürs Schreiben. Mit dem Duett „White Horse“ (2006), dem Versuch, Therapie auf der Bühne zu machen, begann die Zusammenarbeit von White Horse. Es wurde auf unterschiedlichen Festivals aufgeführt, gewann bei 100 Grad Berlin den Jurypreis und beim ITS Festival Amsterdam den Choreography Award. Für ihre jüngste Produktion „Trip“, 2008 entstanden im Rahmen von Freischwimmer, erhielten sie beste Kritiken. Das Stück tourte an viele deutsche und internationale Bühnen.
whitehorsecollective.wordpress.com