andcompany&Co.
andcompany&Co. ist ein internationales Performance-Kollektiv, das 2003 von Alexander Karschnia, Nicola Nord und Sascha Sulimma gegründet wurde, um mit weiteren künstlerischen PartnerInnen an der Schnittstelle von Theater und Theorie, Politik und Praxis zu arbeiten. Ihre Arbeitsweise funktioniert nach dem Prinzip des Re-Mixes und der Re-Animation, ein Prinzip, auf das schon das &Co.-Kürzel im Namen des Netzwerkes verweist: &Co.-LABs heißen die Versuchslabore und Performance-Lectures, die den Theaterstücken vorausgehen oder sie begleiten und site-specific stattfinden, wie z.B. „Revolutionary Timing“ 2006 mit Noah Fischer im AT&T Gebäude in New York. Das 2006 als erster Teil einer Trilogie entwickelte Bühnenstück „little red (play): ‘herstory’“ sorgte international für Aufsehen und wurde u.a. auf dem KUNSTENFESTIVALDESARTS 07 in Brüssel und im Mai 2008 bei den Wiener Festwochen gezeigt. Der zweite Teil „Time Republic“ hatte Premiere beim steirischen herbst 2007 und ging auf eine ausgedehnte Tour durch Deutschland, die Niederlande und die Schweiz.
Christian von Borries
Christian von Borries kreiert in Kooperation mit den Sophiensaelen seit Jahren eine beständige Weiterentwicklung seiner Konzepte MUSIKMISSBRAUCH und PSYCHOGEOGRAPHIE. Von Borries verweigert sich den Abläufen des konservativen Musikgeschehens und politisiert, indem er musikalische Strukturen und traditionelle Aufführungsbedingungen aufbricht. "Debussy remixed", "Schubert musikalisch reinstalliert" - Musik wird nicht als ihre Partitur verstanden, von Borries' Instrumentalisierung ist ihr "Missbrauch". Symphonische Musik wird "outgesourct". Statt vor der Bühne oder dem Orchestergraben finden sich die Zuhörer in ebenso spektakulären wie umstrittenen Räumen, dem entkernten Palast der Republik beispielsweise oder der Cargo-Lifter-Halle in Brandenburg. Musik wird bei Christian von Borries zum konkreten Stoff politischer Räume.
www.masseundmacht.com
Laurent Chétouane
Laurent Chétouane, geboren 1973 in Soyaux/Frankreich, absolviert zunächst ein Ingenieursstudium in Bordeaux, Rouen, Cleveland (USA) und Dortmund. Anschließend studiert er Theaterwissenschaft an der Sorbonne (Paris) und Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zahlreiche Sprechtheater-Inszenierungen an großen deutschen Bühnen. Seit 2006 arbeitet Chétouane parallel an Projekten mit TänzerInnen. An den Sophiensaelen beschäftigt er sich in den "Tanzstücken" mit der Bühnenwirkung klassischer Texte und verhandelt dabei Autoren wie Goethe, Heiner Müller oder Hölderlin. Für "Tanzstück #1 : Bildbeschreibung von Heiner Müller" erhält Chétouane 2008 die Auszeichnung "Wild Card" der RUHR.2010 GmbH, verbunden mit einer Residenz in Istanbul.
Club Real
Club Real ist eine österreichische KünstlerInnengruppe, die seit 2000 in Berlin arbeitet. Club Real experimentiert mit Berührungspunkten zwischen Kunst und kulturellen Praktiken wie z.B. Sport, Totenkult und Arbeitswelt. Die Projekte werden für spezielle Orte entwickelt und beinhalten Nutzungsmöglichkeiten und Erzählungen, die ein erweitertes Verständnis der Realität des Ortes anstreben. Präsentationsformen und Arbeitstechniken werden dementsprechend jedesmal neu ausgewählt, kombiniert und erfunden. Die Spannung zwischen der künstlerischen Form und der jeweiligen Alltagswelt wird im Ereignis selbst zur Darstellung gebracht. Für das jüngste Projekt „Die Eiserne Kirche“ baute Club Real im Dezember 2008, im Rahmen des Festivals „Dein Wort in Gottes Ohr“ von ausland und Sophiensaele, eine Kirche in den Hof der Sophiensaele.
Gesine Danckwart
Gesine Danckwart, geboren 1969 in Elmshorn und aufgewachsen auf dem Land bei Lübeck, arbeitete in verschiedenen Funktionen an Theatern in Wien, Mülheim und Berlin. Neben dem Studium der Theaterwissenschaft gründete sie eine Spielstätte für freies Theater in Berlin Moabit, hier entstanden Performance-Regiearbeiten und interdisziplinäre Projekte. Gesine Danckwart lebt und arbeitet als Theatermacherin und Autorin in Berlin. Ihre Stücke werden im In- und Ausland gespielt, als Hörspiele produziert und sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Als letzte Projekte realisierte sie in Berlin „Kater in Hotels“ in den Sophiensaelen (2003), die Videoinstallation „Goldstaub“ im Palast der Republik (2005), „Soll:Bruchstelle“ im HAU (2005), „Und morgen steh ich auf“ am Maxim Gorki Theater (2006). 2007 entstand der Film „Umdeinleben“ und ein Projekt zwischen Berlin und Suzhou/China – „Ping Tan Tales“, das 2008 in den Sophiensaelen Premiere hatte. 2009 entstand das vielbeachtete Stück „Auto“ im HAU.
deufert&plischke
Thomas Plischke und Dr.in Kattrin Deufert arbeiten seit 2003 als Künstlerzwilling deufert +plischke an verschiedenen Theaterprojekten, Dia- und Video-Installationen sowie Text- und Video-Publikationen. Sie unterrichten Komposition und Dramaturgie an der Universität Hamburg sowie an europäischen Kunsthochschulen. Im Jahr 2006 waren sie GastprofessorInnen im Studiengang Performance Studies Hamburg, im Jahr 2008 übernahmen sie die Gastprofessur am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Herbst 2007 gründeten sie gemeinsam die „Gemeinschaftspraxis e.V.“. Seit 2001 entstanden die Bühnenstücke "inexhaustible (RW)" (2003), "Sofia Sp – science is fiction" (2004), "As if (it was beautiful)" (2004), „Ich lebe selbst in (diese Stadt)“ (2007), die Trilogie "Directories" (2003-6) sowie „Reportable Portraits“ (2007). An den Sophiensaelen sind zudem "Anarchiv #1: I am not a zombie" (2009) und "ANARCHIV #2: second hand" (2010) zu sehen.
Julius Deutschbauer
Julius Deutschbauer, geboren 1961 in Klagenfurt (Kärnten), lebt als Künstler in Wien, 2000–2007 Zusammenarbeit mit Gerhard Spring als Duo „Deutschbauer / Spring“. Ausstellungen (u. a. Kunsthalle Wien, Shedhalle Zürich, Galeria Zacheta Warschau), Performances und Theateraufführungen (u. a. Tanzquartier Wien, Thalia Theater, Hamburg, Politik im Freien Theater, Berlin). Das Zentrum seiner Arbeit bilden die inzwischen über 100 Plakate. Jüngste Ausstellungen: „Nur 100 Plakate“ im MAK, Wien; „Plakatabrechnung“, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg; „Bread and Soccer: in the arena of art“, Austrian Cultural Forum New York. Jüngste theatralische Arbeiten: „Pressedekonferenz“, Volksbühne Berlin (zusammen mit Gerhard Spring); „Transversality Lab“, Austrian Cultural Forum New York / Judson Church, New York; „Schimpfarena (Insult Arena)“, Tanzquartier Wien / TONSPURspezial / Österreich am Ball. 2009 ist für die Sophiensaele das Projekt „Der Evaluator“ geplant.
Frédéric Gies
Frédéric Gies, geboren 1973 in Frankreich, arbeitete nach einer klassischen und zeitgenössischen Ausbildung mit verschiedenen französischen Tanzkompanien und Choreographen. 1995 kreierte er das Duo „Because I love“ zusammen mit Odile Seitz. Seit 1998 arbeitete er in Kollaboration mit Frédéric De Carlo. Es entstanden die Performances À tu et à toi (TCD, Paris) „Le principal défaut” (CND, Paris), „Le principal défaut – solo” (Tipi de Beaubourg, Paris), „En corps” (CND, Paris), „Post porn traffic” (Macba, Barcelona), „In bed with Rebecca” (Vooruit, Gent ), „(don't) Show it!” (Scène Nationale, Dieppe), „Second hand vintage collector (sometimes we like to mix it up!)” (ausland, Berlin). Seit 2004 arbeitet er als 'Coach' für Good Work („California Roll“). Seit diesem Jahr entstanden mehrere Solo-Performances. Derzeit arbeitet er an seinem dritten Solo „Dance“ und an einem Kollaborations- und Rechercheprojekt, Praticable, gemeinsam mit Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Isabelle Schad und Odile Seitz. Die Gruppenversion von „Dance (Praticable)“ hatte 2008 an den Sophiensaelen Premiere. Frédéric Gies lebt und arbeitet in Berlin. Im Herbst 2008 hat die Gruppenfassung von "Dance (Praticable)" im Festsaal der Sophiensaele Premiere, im Herbst 2009 präsentiert er sein jüngstes Solo "Album (Praticable)".
Monika Gintersdorfer
Monika Gintersdorfer, geboren 1967, Regisseurin, studierte Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der UNI Köln und Schauspieltheaterregie in Hamburg. Für die Inszenierung Bedbound von Enda Walsh an den Münchner Kammerspielen erhielt sie 2002 den Eysoldpreis. 2004 gründete sie mit Jochen Dehn die Performance- und Künstlergruppe REKOLONISATION, Auftritte bei Bunnyhill (Münchner Kammerspiele), go create resistance (Deutsches Schauspielhaus Hamburg), Kampnagel Hamburg und dem Kunsthaus Dresden. Seit 2005 arbeitet sie mit dem bildenden Künstler Knut Klaßen und einem deutsch-französisch-afrikanischen Darstellerteam und erstellte Theater- Performances und Videoprojekte in Zusammenarbeit mit Kampnagel in Hamburg, dem Forum Freies Theater in Düsseldorf, den Sophiensaelen in Berlin, dem Theater Aachen, dem Kunsthaus Dresden und dem Kunstverein in Hamburg. An den Sophiensaelen war 2008 „Othello, c’est qui“ zu sehen, das 2009 den Preis des Impulse-Festivals gewinnt. 2009 präsentieren Gintersdorfer / Klaßen „Logobi“ in verschiedenen Fassungen, und ihr Projekt „Betrügen“ hat im Februar 2009 an den Sophiensaelen Premiere. 2010 sind hier eine Wiederaufnahme von "Othello, c'est qui", das neue Stück "Très très fort" und der fünfte Teil der "Logobi"-Reihe mit Franck Edmond Yao und Richard Siegal zu sehen. Weitere Projekte für das laufende Jahr sind in Planung.
God’s Entertainment
Das junge Wiener Performance-Kollektiv God‘s Entertainment macht seit mehreren Jahren mit politisch und sozial aufgeladenen Performances und Aktionen von sich reden. Mit ihren radikalen Ansätzen suchen sie nach neuen spannungsreichen Kraftfeldern in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räumen, Themen, Strukturen und Formen außerhalb theatralischer Konventionen. Aus diesem künstlerisch-sozialen Geflecht entstehen dabei, oft unter Einbeziehung des Publikums, soziale Plastiken von großer Schärfe. Zuletzt zeigten sie im Rahmen des Freischwimmer-Festivals 2008 ihre Produktion „Europa - Schön, dass Sie hier sind!“ in den fünf beteiligten Theaterhäusern (brut Wien, Sophiensaele Berlin, Kampnagel Hamburg, Forum Freies Theater Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich).
Herbordt / Mohren
Bernhard Herbordt (*1978 in Würzburg) und Melanie Mohren (*1979 in Bonn) sind AbsolventInnen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen. In der Zusammenarbeit beider entstehen interdisziplinäre Theaterarbeiten, Hörspiele, Installationen und Performances. Letzte Arbeiten waren im Jahr 2007 im Rahmen von Irrfelsen Stuttgart „Die Erinnerung ist auf der Reise wie ein schöner Prinz“ (in Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart) und im Jahr 2008 in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hannes G. Seidl im Rahmen des Fonds Experimentellen Musiktheaters in NRW „Von Mücken, Elefanten und der Macht in den Händen“ am Theater Bonn in Kooperation mit Kampnagel Hamburg und ZKM Karlsruhe. Die Produktion wurde mit dem Förderpreis der Beethovenstiftung Bonn ausgezeichnet und vom ITI-Germany zum internationalen Treffen MusicTheatreNow im November 2008 ins Radialsystem eingeladen. Im Juni 2008 fand zudem die Premiere von „Wie man ein Loch in den Himmel macht“ in Koproduktion mit Sophiensaele Berlin und in Kooperation mit Kampnagel Hamburg statt. Ein Arbeitsstipendium der NRW-Hörspielförderung ermöglicht Babels Bau. 2008/2009 sind Herbordt / Mohren StipendiatInnen der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und inszenieren und programmieren dort die Ausstellung „Dealing with Fear“ als Auftakt ihrer neuen Arbeitsreihe „Alles was ich habe“. Im Rahmen des Utraschall-Festivals 2010 zeigen Herbordt / Mohren gemeinsam mit Burkhard Friedrich und dem ensemble Intégrales das Neue-Musik-Theaterstück "Galaxy Hotel [play for music]". Im Juni 2010 startete ihre Reihe "Alles was ich habe" mit der performativen Installation "Alles was ich habe #1: Arbeit". Für 2011 ist "Alles was ich habe #2: Reden" in Planung.
Michael Laub
Der in Belgien geborene Choreograf und Regisseur Michael Laub gründete 1981 die Gruppe Remote Control Productions und arbeitet mit ihr an den Schnittstellen von Theater, Tanz, Stimme und Film, deren Wirkungsweisen er auf die Bühne zu übertragen sucht. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht die Erforschung von Bewegung und gesprochener Sprache. 2006/07 ist Michael Laub Gast des Berliner KünstlerInnenprogramms des DAAD und hat die Valeska-Gert-Gastprofessur für Tanz und Performance an der Freien Universität Berlin inne. Jüngste Arbeiten u.a. “PORTRAIT SERIES BERLIN. PROFESSIONAL AND NON-PROFESSIONAL DANCERS“ in Koproduktion mit Tanz im August 2007 und mit Unterstützung von TanzWerkstatt Berlin/Kulturprojekte Berlin (Uraufführung Sophiensaele). 2010 hat "Death, Dance and Some Talk" im Festsaal der Sophiensaele Premiere.
www.michael-laub.com
Kerstin Lenhart
Geboren 1974 in Heidelberg, lebt und arbeitet als freie Regisseurin in Berlin. Sie studierte Theaterwissenschaft und Sozialpädagogik in Leipzig und war von 2002 bis 2005 Regieassistentin am schauspielfrankfurt. Dort erstellt sie zwei eigene Arbeiten „Hund, Frau, Mann“ und „Pro Familia Teiresias“. Weitere Inszenierungen wurden in den Sophiensaelen Berlin („Minusvisionen“ und „Bier für Frauen“), am Maxim Gorki Theater („Die Feuerrote Blume“), am Theater Osnabrück („Minusvisionen“) und am Theater Heidelberg („Helden reisen ins Glück“ und „Die Fetten Jahre sind vorbei“) gezeigt. 2009 eröffnete sie die gemeinsam mit Michael Böhler die Spielzeit 2008/09 mit ihrer Inszenierung von „Der Lohndrücker“ von Heiner Müller.
Thorsten Lensing / Jan Hein, Theater T1
Die Arbeiten von Theater T1 sind seit Oktober 1998 in den Sophiensaelen zu sehen. Die bis 2001 realisierten Produktionen wurden über Projektförderungen und Koproduzenten finanziert. 2002/03 hat das Theater T1 Basisförderung von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur erhalten, womit – in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und den Sophiensaelen - Shakespeares „König Lear“ (05/2002) und „Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl“ (2003) von J.N.Nestroy realisiert wurden. Die Inszenierungen wurden mehrfach zum Theaterfestival IMPULSE und dem Akzente-Festival in Duisberg eingeladen. Für die Spielzeit 2005/06 erarbeiteten Lensing und Hein das Dramolett "Schneewittchen" von Robert Walser (Koproduktion Sophiensæle, Theater am Neumarkt, Zürich, Theater im Pumpenhaus, Münster). Im März 2008 hatte die jüngste Arbeit "Onkel Wanja" von Anton Tschechow in den Sophiensaelen Premiere (Koproduktion Theater im Pumpenhaus Münster, Sophiensaele Berlin, Theater am Neumarkt Zürich / Zürcher Festspiele, kampnagel Hamburg und schauspielfrankfurt).
David Marton
David Marton, geboren 1975 in Budapest, studierte von 1994 bis 1999 Klavier an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und an der Universität der Künste Berlin sowie Dirigieren und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin. Seit 2003 arbeitet er an eigenen Musiktheaterprojekten. An den Sophiensaelen inszenierte er “Nackt entblößt, sogar” (2004), “Fairy Queen oder Hätte ich Glenn Gould nicht kennen gelernt” (2005, Gastspiele an der Schaubühne am Lehniner Platz und beim Zürcher Theaterspektakel 2006 sowie beim Impulse-Festival 2007) und „Der feurige Engel“ (2006, Gastspiel auf Kampnagel Hamburg). Außerdem zeigte er am Maxim Gorki Theater “Lukullus-Etüde” (im Rahmen von “40 Jahre DDR” 2005) und „Café Vaterland“ (2007) sowie „Wozzeck“ an der Volksbühne Berlin (2007). Daneben arbeitet er als Bühnenmusiker an der Volksbühne („Meistersinger“ u.a.), der Schaubühne am Lehniner Platz und dem Maxim Gorki Theater. Seine letzte Arbeit „DON GIOVANNI. keine Pause“ hatte im April 2008 in den Sophiensaelen Premiere und ist derzeit auf Tour.
Monster Truck
Die Performancegruppe Monster Truck wurde 2005 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen gegründet und besteht zurzeit aus Manuel Gerst, Matthias Meppelink, Sahar Rahimi, Cecilie Ullerup Schmidt und Ina Vera. Monster Truck arbeitet in den Bereichen Performance, Video und Bildende Kunst. Die Gruppe versteht sich als Kollektiv, alle Mitglieder sind als Performer auf der Bühne, führen Regie und entwickeln das Konzept. Mit ihrer Freischwimmer-Produktion „Live tonight“ von 2006 (eine Koproduktion von Sophiensaele Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich im Rahmen von Freischwimmer) wurde Monster Truck u.a. eingeladen zum deutsch-polnischen „Unithea-Festival“ Frankfurt/Oder, zum MIST-Festival in Manchester, zum Impulse-Festival 2007 und zum Spielart-Festival München. 2008 hatte ihre Produktion „Comeback“ an den Sophiensaelen Premiere.
Martin Nachbar
Martin Nachbar, Jahrgang 1971, wohnhaft in Berlin, ist Tänzer und Choreograph und schreibt unregelmäßig für diverse europäische Tanz und Theater Magazine (etcetera, Brüssel; Dance Theatre Journal, London; ballettanz, Berlin). Seine Ausbildung erhielt er an der School for New Dance Development (Amsterdam), in New York und an P.A.R.T.S. (Brüssel). Er war Mitbegründer des Kollektivs B.D.C./Plischke, für das er u.a. den Tanzzyklus Affectos Humanos von Dore Hoyer rekonstruierte. Als Tänzer arbeitete Nachbar u.a. mit Les Ballets C. de la B., Vera Mantero, Meg Stuart, Nicole Beutler, Carlos Pez, Thomas Lehmen und Joachim Schlömer. 2007 entstanden folgende Arbeiten: „looking for johnny – ein Expeditionsstück“ (in Kooperation mit pvc, Stadttheater Freiburg), „-stutter“ (in Kooperation mit Schillertage, Mannheim) und „Repeater – Tanzstück mit Vater“, das durch Deutschland und Europa getourt ist. 2008 komplettiert Martin Nachbar die 1999 begonnene Rekonstruktion der Affectos Humanos und bindet sie in eine neue Inszenierung, „Urheben Aufheben“, ein. Diese zeigt Nachbar 2008 an den Sophiensaelen. Im selben Jahr beginnt er den zweijährigen Master of Choreography, Amsterdam. Seit Januar 2009 Zusammenarbeit mit der französischen Choreografin Martine Pisani, deren gemeinsames Stück "one shared object. PROFIT AND LOSS" wenige Monate später an den Sophiensaelen Premiere hat.
Nico and the Navigators
Nico and the Navigators beschäftigen sich mit den existentiellen Rätseln des Alltags, zeigen sie in all ihrer Skurrilität und geben uns den Mut zurück, über uns selbst zu lachen. Wie in einer musikalischen Komposition entwickelte Regisseurin Nicola Hümpel rhythmisierte Bewegungs-, Klang-, und Sprachstrukturen, die den Blick des Zuschauers auf den eigenartigen Zauber und Schrecken des menschlichen Wesens lenken. Nico and the Navigators entdecken die Welt des menschlichen Miteinanders jenseits der sprachlichen Vermittelbarkeit wieder, sie schaffen es, ihr Geheimnis zu wahren und es doch mit großzügiger Komik und feiner Ironie zu formulieren. 2004 haben sich Nico and the Navigators auf der Basis ihrer bisherigen Arbeit zu neuen Ufern aufgemacht: In den Sophiensaelen präsentierte sich eine Company mit neuer internationaler Besetzung. Die Resonanz, die aber auch die wieder aufgenommenen Stücke der Navigators beim Berliner Publikum erzielen, ist enorm und zeugt von der Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Arbeiten.
www.navigators.de
Novoflot
Die Berliner Opernkompanie Novoflot schloss sich im Frühjahr 2002 zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Entwicklung innovativer Konzepte für Musiktheater. Seit seiner Gründung hat das Team um Regisseur Sven Holm mit den Inszenierungen von Ernst Kreneks "Glockenturm" (2002) und Tommaso Traettas "Antigone" (2004) in den Sophiensaelen auf sich aufmerksam gemacht. Für ihr Projekt "Kommander Kobayashi" (2005-2007) hat Novoflot ein neues Format entwickelt: die Opernsaga. In einer Serie von Uraufführungen internationaler Komponisten begleitet man die Titelfigur Kommander Kobayashi und seine Besatzung auf ihrer Reise. Diese Reise ist eine Reise in das hybride Universum zeitgenössischer Opernkonzepte. Die Berliner Premiere von "Kommander Kobayashi #1" (21.01.2005) fand im Rahmen von "UltraSchall", dem von DeutschlandRadio und RBB Kulturradio veranstalteten "Festival für Neue Musik" statt. Die Produktion wurde mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung ausgezeichnet. Der Opernzyklus wurde vollendet mit "Kommander Kobayashi #2" (2006) und "Kommander Kobayashi #3" (2007). Eine neue Trilogie "WAS WIR FÜHLEN" startet im Herbst 2008 mit der Oper "Scream Queen" und wird im Herbst 2010 und voraussichtlich Anfang 2011 durch den zweiten und dritten Teil vervollständigt.
www.novoflot.de
Ulf Otto
Der junge Regisseur Ulf Otto startete seine Regielaufbahn an den Sophiensaelen. Im Rahmen des Festivals "Ausser Atem - Die Plattform für den Theaternachwuchs" (heute: "Freischwimmer") inszeniert er 2003 die Spiderman-Adaption "Die Spinne und ich". Seither ist er eng mit den Sophiensaelen verbunden. Die Inszenierung "Kohlhaaskomplex 04.1" realisierte er mit Unterstützung der Sophiensæle und aus eigenen Mitteln eigens für "100° Berlin. Das lange Wochenende des freien Theaters" im Januar 2004. Seine Produktion "Wilde Schafsjagd" (2005) nach dem gleichnamigen Roman von Haruki Murakami wurde sowohl vom Publikum wie auch von der Presse mit großer Begeisterung aufgenommen. 2008 hat "Die Zeit, die bleibt" an den Sophiensaelen Premiere, 2010 wird wieder eine Produktion von Ulf Otto zu sehen sein.
Ulrich Rasche
Nach Harold Pinters "Betrogen", einer Koproduktion mit den Sophiensaelen in der Staatsbank, zeigte Ulrich Rasche im Frühjahr 2004 seine Inszenierung "231, East 47th Street" im Festsaal der Sophiensaele. Im Oktober 2004 realisierte Rasche "Singing! Immaterielle Arbeit" im Rahmen des Projektes Volkspalast im Palast der Republik. Andy Warhols legendäre Fabrik, zum Politikum gewordener Ort reger Legendenbildung oder historische Arbeiterlieder in Konfrontation mit Maurizzio Lazzaratos soziologischen Überlegungen zu immaterieller Arbeit - Uli Rasche setzt sich immer wieder mit politisch-historischen Themen auseinander. Seiner Arbeit eignet ein ganz eigener, zugleich formaler und hochgradig sinnlicher Zugang. Charakteristisch ist dabei Rasches interdisziplinärer Ansatz, der aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern wie Monica Bonvicini, Musikern wie Ed Osborn, Ekkehard Ehlers und Bernadette La Hengst sowie Tänzern und Choreografen resultiert. 2006 bearbeitete Rasche den Roman "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. für die Sophiensaele. 2010 hat im Hochzeitssaal der Sophiensaele "Die Entführung aus dem Serail. Ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart" Premiere, die ein euphorisches Presse-Echo zur Folge hat.
Jochen Roller
Jochen Roller, 1971 in Berlin geboren, studierte klassisches Ballett an der Deutschen Oper Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Choreografie am Laban Centre London. Seit 1997 entwickelt er auf Kampnagel Tanz-Performances, unter anderem die Solo-Trilogie „perform performing“ (2002 – 2004), die Gruppenstücke „Around the World“ (2002) und „mindgarden“ (2004), die kmh-Reihe „nouvelles frontières“ (2001) und die Duette „abgepaust“ (2001) und „Kojote“ (2006). Seine Produktionen touren weltweit und wurden zu den Deutschen Tanzplattformen 2004 und 2006 eingeladen. Seit der Spielzeit 2007 / 2008 kuratiert er gemeinsam mit Anne Kersting das Tanzprogramm von Kampnagel. Zuletzt präsentiert er seine Produktion „Things I Say for Money“ und seine jüngste Performance „JANCLOD! –être aware and beyond-“ als Koproduktion mit Kampnagel. „JANCLOD!“ war 2008 im Hochzeitssaal der Sophiensaele zu sehen.
Isabelle Schad
Isabelle Schad studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart, im Anschluss tanzte sie sechs Jahre für verschiedene klassische Kompanien, bevor sie Mitglied von Ultima Vez in Brüssel wurde und mit ChoreografInnen wie Olga Mesa, Angela Guerreiro, Felix Ruckert oder Eszter Salamon arbeitet. Seit 1999 hat sie zahlreiche eigene Projekte in enger Zusammenarbeit mit ChoreografInnen, PerformerInnen, MusikerInnen und Visual Artists entwickelt, die in Theatern, Galerien und auf Festivals international gezeigt werden. Sie entwickelte im Rahmen der Good Work-Reihe mit Bruno Pocheron und Ben Anderson verschiedene Projekte und kreierte zuletzt ein Stück in Zusammenarbeit mit Germana Civera und Laurent Goldring (Festival Montpellier Danse) und ein Solo in Zusammenarbeit mit Dalija Acin. Sie leitete das Mentoring Projekt Tanztage Berlin 2007 und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien sowie Artist-in-Residence Aufenthalte, u.a. im Podewil Berlin und de Monty Antwerpen. Isabelle Schad ist Teil des Projektes Praticable von Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz. An den Sophiensaelen war sie 2007 gemeinsam mit Good Work und ihrer Produktion „Still Lives – Berlin“ zu sehen. 2009 und 2010 haben verschieden Fassungen ihrer Zusammenarbeit mit Laurent Goldring hier Premiere: "Unturtled" und "Unturtled # 2".
Clemens Schick
Clemens Schick wurde 1972 geboren. Er studierte an der Berliner Schule für Schauspiel und erhielt u.a. Engagements am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspiel Frankfurt, dem Schauspielhaus Wien, der Schaubühne Berlin, den Sophiensaelen, auf Kampnagel, am Renaissance Theater, am Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben seiner Theaterarbeit dreht er für Film und Fernsehen, so spielte er u.a. den Handlager des Schurken im ersten James Bond mit Daniel Craig. Von 2002 bis 2006 gehört er zum Ensemble des schauspielhannover. Sein Stück „Windows“ läuft seit 2008 mit großem Erfolg und zahlreichen Wiederaufnahmen an den Sophiensaelen.
Oliver Sturm
Der promovierte Literaturwissenschaftler Oliver Sturm ist Lektor, Übersetzer, Journalist, Autor und Regisseur. Er war als Dramaturg sowohl für die Hörspielserie „Der Herr der Ringe“ am SWF als auch für das Ballett der Deutsche Oper am Rhein und der Deutsche Oper Berlin tätig. Nach Lehraufträgen am Institut für Theaterwissenschaften der Humboldt Universität arbeitet er seit 1996 als freier Regisseur, insbesondere für zahlreiche Hörspielproduktionen der ARD (Jeff Koons, Durchgangsverkehr). 1997 inszenierte er Samuel Becketts Quadrat 1+2 am Krakauer Teatr Bückleina. In den Jahren 2002/03 war er Leiter der Woche des Hörspiels in der Akademie der Künste. 2006 realisierte er an den Sophiensaelen den viel beachteten Beckett Abend RESIDUA. 2008 erzielte seine Inszenierung von Werner Fritschs „Nico. Sphinx aus Eis“ höchste Aufmerksamkeit in den Medien und wurde zu einem großen Publikumserfolg.
theater konstellationen
theater konstellationen wurde 1999 von Peter Nussbaumer und Jonas Knecht als Plattform für Projekte im Bereich der Darstellenden Kunst gegründet. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Verbindung von Schauspiel, Puppenspiel, Musik und Videokunst. Die Arbeitsplattform theater konstellationen wird von Markus Joss und Jonas Knecht geleitet. Die schweizerisch-deutsche Gruppe (in der Schweiz und Deutschland tätig) realisierte in den letzten vier Jahren in unterschiedlicher Zusammensetzung unter anderem folgende Projekte: „Nimm Platz, Tschanz!“, „Heidi, das Original.“, „Adam Geist“, „HausNeuRose“ „ALPINARIUM_3“, "QUATEMBERKINDER", „CAN_YOU_HEAR_ME?“. 2009 präsentieren theater konstellationen ihre Literatur-Hörspiel-Reihe "Hätte Klappen Können" im Virchowsaal. "Vrenelis Gärtli", ein Stück nach dem Roman von Tim Krohn in einer Theaterfassung von Jonas Knecht und Anita Augustin, ist 2010 im Festsaal zu sehen.
www.theater-konstellationen.net
Two Fish
Entdeckt und gefördert von den Tanztagen Berlin begann die Zusammenarbeit zwischen der Choreografin Angela Schubot und dem Schauspieler Martin Clausen 2000 mit dem Duett Two Fish und setzte sich 2002 mit dem Wohnungstanzstück "Christiane Müller, Gabriel-Max-Str. 2, 1.OG links" fort. Two Fish ist am ‚Schnittmengenhaften menschlicher Persönlichkeiten' und dessen Auswirkungen interessiert: "Aus wem bestehe ich, wer spukt in mir, und was macht das mit mir? Was bewirkt die Diskrepanz zwischen meinen unbewussten und meinen mir bewussten Selbstbildern? Und was bedeutet das für die Bilder, die ich mir von anderen oder Gruppen oder äußeren Zusammenhängen mache? Was für ein Kampf entsteht, wenn sich der Rhythmus oder die für sie notwendige Statik meiner Realitäts-Entwürfe durch die Begegnung mit (einem) Anderen verändern, und welche Geschütze fahre ich gegen solche Veränderungen auf? Welche Waffen habe ich für diesen Fall griffbereit in meine Nachttischschublade gelegt? Wer hat sie mir gegeben?" Einen Spezialität von Two Fish ist die Bespielung nicht-theatraler, respektive alltäglicher Räume wie privater Wohnungen. 2003 zeigten die Sophiensaele im Rahmen der Nachwuchsplattform "Ausser Atem" das Stück "Frau Malchert se déchaine", das anlässlich des Festivals "Körperstimmen" im Podewil entstanden war. 2004 entstand "Christiane Müller zieht um", ebenfalls ein Wohnungsstück, dessen Bühnenfassung in den Sophiensaelen im Februar 2005 erarbeitet und präsentiert wurde. Martin Clausen erarbeitet an den Sophiensaelen im Rahmen der Nachwuchsplattform "Freischwimmer 2005" das Projekt "Kann man können wollen". Im März 2007 zeigte Two Fish "Sixpack vs. Festival", im September des selben Jahres "progressive negative capability". Im Dezember 2009 zeigten Two Fish gemeinsam mit dem Münchner PATHOS transport theater die Produktion "Woran ich merke, was für ein Viech ich bin". Für Oktober 2010 steht - zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Kompanie - die Wiederaufnahme des Stücks "Christiane Müller zieht um" an.
www.twofish.info
White Horse
White Horse ist ein von Christoph Leuenberger, Lea Martini und Julia Jadkowski gegründetes Kollektiv, dem die Erforschung heiler und anderer Realitäten am Herzen liegt. Orte dieser Tätigkeit sind zurzeit Amsterdam, Berlin und Odessa. Sie verstehen sich als Laboratorium, in dem stets neu ausgelotet wird, wie Theater zu einem Ort sensibilisierter Wahrnehmung werden kann. Unmittelbares Medium ist ihnen dabei der Körper als Resonanzort und fehlbarer Seismograph widersprüchlichen Zeitgeschehens. Alle drei studierten unter anderem an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam und haben ein Faible fürs Schreiben. Mit dem Duett „White Horse“ (2006), dem Versuch, Therapie auf der Bühne zu machen, begann die Zusammenarbeit von White Horse. Es wurde auf unterschiedlichen Festivals aufgeführt, gewann bei 100 Grad Berlin den Jurypreis und beim ITS Festival Amsterdam den Choreography Award. Für ihre jüngste Produktion „Trip“, 2008 entstanden im Rahmen von Freischwimmer, erhielten sie beste Kritiken. Das Stück tourte an viele deutsche und internationale Bühnen.
Christoph Winkler
Christoph Winkler lebt seit 1998 als freischaffender Choreograf in Berlin, seit 1999 ist er artist in residence in der Tanzfabrik Berlin. Prämisse seiner Arbeiten ist es einen "Standpunkt innerhalb von Tanz" einzunehmen und so zu versuchen, zum "Wesenhaften" dieser Kunst- und Ausdrucksform vorzustoßen. Tanz ist für Winkler als "Multitude von Bewegung" zu denken und die Vielfalt der daraus sich ergebenden strukturellen Fragen zu akzeptieren. Vor der Präsentation größerer Arbeiten war Winkler bereits 2001 im Rahmen der Tanztage Berlin in den Sophiensaelen zu sehen. 2004 entstanden zwei Arbeiten an den Sophiensælen "Homo Sacer" und "Triple Bill". Der Abend "Triple Bill" umfasst drei verschiedene von Winkler choreografierte Stücke, deren Verbindung in der Auswahl von bekannten Werken der Musik und literarischen Figuren besteht. 2005 entstand "Lazarus Sign", 2006 folgte "Who by fire" und 2007 hatte "Tales Of The Funky - B-Boys & Break-Girls" Premiere. 2009 war "Saal A" im Hochzeitssaal der Sophiensaele zu sehen, außerdem feiert im Herbst das stück "A Taste of Ra" seine Premiere. Im Juni 2010 ist "Biopics" zu sehen, für Oktober 2010 ist "Taking Steps" in Planung, ein Stück über den Wechsel von der Arbeits- zur Tätigkeitsgesellschaft.
christophwinkler.info
Siegmar Zacharias
Siegmar Zacharias ist in Siebenbürgen, Rumänien, geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg, London und Berlin, und hat bei DasArts (de amsterdamse school advanced research in theater and dance studies) in Amsterdam graduiert. Ihre Arbeiten umfassen Theater-, Tanz-, Konzert- und Lecture-Performances, die in Berlin, Amsterdam und Melbourne gezeigt wurden. Seit einigen Jahren recherchiert sie künstlerische Formate, mit denen sie die Zuschauerposition in Frage stellt. In Zusammenarbeit mit den Sophiensaelen hat sie mehrere internationale Koproduktionen realisiert: "Dracula 89/03" (2003), eine Residency mit der Kompanie Danceworks Melbourne für die Produktion "The View From Here" (2005) sowie "fear_lab" mit Filmemacher Xander de Boer und Musiker Steven Heather (2006).