Gast.Freundschaft

Clemens Krauss

Gruppe

Wie Gastlichkeit funktioniert auch soziale Interaktion insgesamt als zwischenmenschlicher Austauschprozess, als Geben, Nehmen und Teilen. In Gruppe wird der Künstler zum Gruppenleiter, die gesamte Gruppe zur Mikrogesellschaft: Inwieweit können menschliche Individuen als sozial interagierende Wesen, als „Körper“ in Gesellschaft und Politik dargestellt werden? In seiner künstlerischen Arbeit geht der bildende Künstler Clemens Krauss dieser Frage nach; sein zentrales Interesse ist der Körper als Austragungsort politischer Konflikte und zwischenmenschlicher Beziehungen. In dieser performativen Arbeit soll dabei das Prinzip Gastfreundschaft – angeblich eine besonders Wienerische Tugend – um die Dimension der psychoanalytischen Situation (tatsächlich eine Wiener „Erfindung“) erweitert werden: ein analytischer Austauschprozess von Menschen und Körpern.

 

Foto © Grygoriew/ Himmelspach



CLEMENS KRAUSS, 1979 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er präsentierte seine Arbeiten zwischen Performance und Malerei in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen und realisierte ortsspezifische Installationen sowohl in institutionellen als auch in kommerziellen Ausstellungsräumen. Zu seinen jüngsten Einzelpräsentationen zählen Transference Room im Kulturhuset (Stockholm), Large Self-Portrait in der Art Gallery of New South Wales (Sydney), Aufwachen im Haus am Waldsee (Berlin), Aufwand – Display im MAM Museo de Arte Moderna (Rio de Janeiro) und Chromosomes in der Berlinischen Galerie. In den Sophiensælen präsentierte er 2012 Gruppe im Rahmen des Festivals Gast.Freundschaft.



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Aufführungen

2012
juni
23 
17:00-01:00 UHR

24 
16:00-20:00 UHR


ORT
Berlin Mitte, Start Sophiensæle
















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