Dennis Deter

Frucht und Schrecken

Wer sagt uns, vor was wir Angst haben sollen? Und warum fürchten wir uns vor Dingen, die weit entfernt, unwahrscheinlich oder irrational sind, während das Nächstliegende oft akzeptiert oder verdrängt wird? Ananas, Tomate, Blumenkohl. In Frucht und Schrecken betrachten drei Performer die Produktion von Lebensmitteln aus der Sicht des Horrorfilms. Essen ist lebensnotwendig, begegnet uns unmittelbar und vertraut. Täglich dringt es in unsere Körper und vermischt sich mit unseren Zellen. Doch wie gut kennen wir was wir verspeisen? Schauen wir genau hin, entdecken wir in Essen das Fremde. Ein Blick hinter die Sonnenreife führt in den Abgrund des Ursprungs. Die Heimsuchung der Lebensmittel hat begonnen und die Umkehrung der Nahrungskette ist nicht mehr fern. Es ist an der Zeit, sich vor Nahrungsmitteln ganz essentiell zu fürchten.



DENNIS DETER ist als Dramaturg und Performer tätig. Er studierte Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Zudem arbeitet er mit verschiedenen Künstler*innen wie Gui Garrido, Begüm Erciyas und dem White Horse Kollektiv zusammen und ist Teil von John The Houseband. Seit 2003 arbeitet er eng mit Anja Müller zusammen. Ihr gemeinsames Interesse gilt fiktiven und realen Körpern im Theater sowie der Adaption von Methoden der Animation, Filmtechnik und Konzerten für die Bühne. Ihr Duett Interpassive Paradise (2011) gewann 2011 den Jurypreis des 100-Grad-Festivals. Die Produktion memor I am, eine Zusammenarbeit von Dennis Deter, Anja Müller und Lea Martini, war das Eröffnungsstück bei den Tanztagen 2009. Im April 2012 führte er Frucht und Schrecken (2012) in den Sophiensælen auf und war als Dramaturg an Anja Müllers La Mula (2014) beteiligt.

 

determueller.com



KONZEPT, CHOREOGRAFIE Dennis Deter VON UND MIT Tommy Noonan, Jean-Baptiste Veyret-Logerias, Dennis Deter DRAMATURGISCHE MITARBEIT Noha Ramadan LICHTDESIGN Jan Fedinger PRODUKTIONSLEITUNG Barbara Greiner


Eine Produktion von Dennis Deter in Koproduktion mit artblau Tanzwerkstatt Braunschweig, Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzfabrik Berlin e.V. 

Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

 

Foto © André Wunstorf



     

 

Aufführungen

april 2012
19 20 21 22 
20:00 UHR


ORT
Hochzeitssaal
















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