Thorsten Lensing / Jan Hein

Anton Tschechow: Onkel Wanja

In ?Onkel Wanja? stellt sich Tschechow zwei Fragen: Wie soll man leben? Und: Warum leben wir nicht so, wie wir leben könnten? Also: Wie entsteht unsere Normalität? Die Figuren flüchten vor den Möglichkeiten, die im Neuen liegen, und das Stück beobachtet sie dabei. Die Komik entsteht aus der Sehnsucht, sich aus den erstickenden Umständen des Alltäglichen erheben zu wollen, und aus dem schmerzlichen Sturz zurück in die Banalität. Der Klassiker ?Onkel Wanja? in der viel beachteten Inszenierung von Thorsten Lensing und Jan Hein ist Anfang Juli in einer Wiederaufnahme zu sehen.

?Das Regie-Duo Thorsten Lensing und Jan Hein erzählt den Vierakter 'Onkel Wanja' rau und trotzig im Ton, nervenzerfetzend und erschreckend brutal. Eine erbärmliche, dreckige Provinz mit furchtbar komplizierten Charakteren. Und die werden von einem herausragenden Ensemble gespielt, dass die Zuschauer mit zieht in einen Strudel aus seelischen Grausamkeiten. Nur dass die Tragödie hier nicht mit ausladenden Gesten daher kommt, sondern beiläufig lakonisch.? (Borowczyk, Berliner Morgenpost)

?Es ist ein brutalisierter Tschechow, exakt gelesen und ausbuchstabiert. Für seine reduzierte Genauigkeit ist Lensing, der seit den 90er Jahren Regie führt, bekannt: einfache Theatermittel, ein schlichter Bühnenraum, klare Sprache. Mehr braucht es nicht. [...] Die Preisgabe der Figuren und ihrer Darsteller grenzt ans Absolute. Wie nach einem langen weiten Umweg kommt diese Aufführung Tschechow gefährlich und bestürzend nahe.? (Wilink, WDR)

?Elektrisiert von der Selbstverständlichkeit, mit der Theater hier funktioniert, fragt man sich: Wieso ist das so selten?? (Seidler, Berliner Zeitung)

Mit: Margot Gödrös, Ursina Lardi, Josef Ostendorf, Ursula Renneke, Devid Striesow, Christoph Tomanek, Rik van Uffelen
Inszenierung: Thorsten Lensing & Jan Hein
Bühne: Hannah Landes
Kostüme: Anette Guther
Dramaturgie: Jan Hein
Technische Leitung: Andreas Harder
Produktionsleitung: Ina Zimmermann
Regieassistenz/Requisite: Karoline Hoefer
Kostümassistenz: Daniela Selig
Kostümhospitanz: Cornelia Wagner

Eine Produktion von Theater T 1 in Koproduktion mit Sophiensaele, Theater im Pumpenhaus Münster, Theater am Neumarkt Zürich / Zürcher Festspiele, Kampnagel Hamburg und schauspielfrankfurt.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Kulturamts der Stadt Münster. Mit freundlicher Unterstützung der Stadt und des Kantons Zürich und des ewz-Unterwerk Selnau ? die Energie.

Die Wiederaufnahme wird ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Foto: Josef Ostendorf, Devid Striesow, Ursina Lardi (v.l.) © David Baltzer / bildbuehne.de

Aufführungen

2008 März 21)(22)(23)(27)(28)(29)(30 2009 Juli 3)(4)(5 20 Uhr


ORT
Festsaal
















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