Interrobang

Sprachlabor Babylon

WIE SÄHE EINE WELT AUS, IN DER SICH SPRACHEN NICHT SELBST ENTWICKELN, SONDERN ENTWICKELT WERDEN? NEHMEN SIE PLATZ IM SPRACHLABOR!

 

Ausgehend von gegenwärtigen Ökonomisierungen öffentlicher Güter erforscht Sprachlabor Babylon das Zukunftsszenario einer Privatisierung der Sprache. Gemeinsam mit dem Publikum entwickeln und „preenacten“ die PerformerInnen mögliche Sprachprodukte von morgen: Wohlfühlisch, Neukritisch, Exzellenzdeutsch, Hochpoetisch und Spardeutsch heißen einige der Sprachprodukte, die spätestens im Jahr 2030 vom Mobiltelefon per Blauwelle direkt in das Sprachzentrum des Gehirns gesendet werden.

 

Die kommende Sprachwirtschaft markiert den Beginn eines neuen, postnationalen Zeit-alters: Sprachen sind nicht länger an Ort oder Herkunft gebunden und die nationalen Terri-torien lösen sich auf. Die Sprachprodukte der Firma Deutsch sind weltweit verfügbar und konkurrieren u.a. mit den Produkten der Firmen Spanisch, Panjabi, Swahili, Chinesisch. Um die Angebotspalette zu erweitern, sind auch Akzente und Dialekte für die Entwicklung von Nischenprodukten gefragt. Als ProbandInnen der Firma Deutsch begegnen die ZuschauerIn-nen im Sprachlabor Babylon einer möglichen Arbeitswelt der Zukunft. Bestehen die Sprach-produkte den globalen Stresstest? Kann man mit den neuen Sprachen besser denken? Kommt es zu Konflikten zwischen SparsprachlerInnen und Wortreichen?

 

>> "Man braucht’s vom Lebendigen", Neues Deutschland vom 13.11.2012, Almut Schröter

 

Interrobang sind Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg und Ekkehard Ehlers. Für jedes Projekt arbeitet Interrobang in verschiedenen Konstellationen mit KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Sparten zusammen.

 

Sprachlabor Babylon ist der erste Teil einer Preenactment-Reihe der Performancegruppe Interrobang, die im Rahmen der Doppelpasspartnerschaft mit den Sophiensælen erarbeitet wird. Anders als das rückwärtsgewandte Reenactment erforscht das Preenactment exemplarische Gegenwartsphänomene und schreibt sie mit Performance- und Theatermitteln in die Zukunft fort. Das Hörspiel Sprachlabor Babylon wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet."

 

www.interrobang-performance.com



INTERROBANG sind Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg und Lajos Talamonti und entwickelt neue partizipative Theaterformate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. Für jedes ihrer Projekte arbeiten sie mit Künstler_innen unterschiedlicher Sparten zusammen (Ekkehard Ehlers, Martin Schick, Kaja Jakstat, Georg Werner, Florian Fischer, Friedrich Greiling, Sandra Fox, Lisa Großmann, Lajos Talamonti u.a.). 2012-2014 erhielten sie gemeinsam mit den Sophiensælen die Doppelpassförderung der Kulturstiftung des Bundes. Bisherige Arbeiten an den Sophiensælen: Sprachlabor Babylon (2012), Callcenter Übermorgen. Eine Telefonreise in Dein ungelebtes Leben (2013), ThAEtermaschine - Module für die Zukunft des Theaters (2013), Preenacting Europe (2014), To like or not to like (2015).

 

www.interrobang-performance.com



VON UND MIT INTERROBANG, Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg, Martin Schick MUSIK Friedrich Greiling DRAMATURGIE Kaja Jakstat PRODUKTION Marc Pohl LICHT Dirk Lutz KOSTÜM Josephín Thomas SOUNDBERATUNG Georg Werner HOSPITANZ Katharina Beitz, Mara Niese

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

 

Fotos © Michael Bennett



Gefördert im Fonds Doppelpass der

                            

 

Aufführungen

oktober 2013
11 12 
19:30 UHR


ORT
Hochzeitssaal















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